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211 % vom Ø
Solar-Vorreiter
↑ Aufsteiger

Landkreis in Schleswig-Holstein

Photovoltaik im Landkreis Rendsburg-Eckernförde

2,1× über Bundesdurchschnitt

Solar-Vorreiter – mehr als doppelt so viel Solarleistung pro Kopf wie im Bundesdurchschnitt

Rang 5 von 15
Zubau-Rang 3 von 15
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Der Landkreis Rendsburg-Eckernförde in Schleswig-Holstein verzeichnet mit Stand 2026-08-28 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 891,8 MW, verteilt auf 25.698 Anlagen – von privaten Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen, laufend aktualisiert aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dem amtlichen Register aller Solaranlagen in Deutschland. Umgerechnet auf die 278.058 Einwohner sind das 3,21 kW pro Kopf, verglichen mit 1,52 kW im bundesweiten Mittel – der Landkreis Rendsburg-Eckernförde liegt damit 111 % über dem Bundeswert. Im Vergleich der 15 Regionen in diesem Umfeld belegt der Landkreis Rendsburg-Eckernförde damit Platz 5 – ein Platz im vorderen Feld. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 117,9 MW, das entspricht etwa 13 % der heutigen Gesamtleistung. Ergänzend zur reinen Leistung ist die Struktur aufschlussreich: 47 % der Anlagen verfügen über einen Speicher, die durchschnittliche Größe beträgt 35 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-08-28), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

3,21

kW
▲ +111 % vs. Bundesdurchschnitt

Sehr hohe Speicherquote

47,1

%

12.106 Speicher bei 25.698 Anlagen

Installiert

891,8 MW

Zubau 12 Mon.

117,9 MW

+13 %

Solaranlagen

25.698

Speicher

12.106

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Rendsburg-Eckernförde?

Segmentierter PV-Zubau in Rendsburg-Eckernförde — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Der PV-Zubau in Rendsburg-Eckernförde wird vom Freifläche-Segment dominiert.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+15 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +15 %
  • Heimsegment▼ -16 %
  • Gewerbe▼ -37 %
  • Freifläche▼ -48 %

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Rendsburg-Eckernförde: 117.914 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0221441September 2025: 187 kW, Vorjahr 169 kWOktober 2025: 132 kW, Vorjahr 140 kWNovember 2025: 138 kW, Vorjahr 75 kWDezember 2025: 115 kW, Vorjahr 91 kWJanuar 2026: 47 kW, Vorjahr 96 kWFebruar 2026: 65 kW, Vorjahr 95 kWMärz 2026: 306 kW, Vorjahr 217 kWApril 2026: 329 kW, Vorjahr 272 kWMai 2026: 441 kW, Vorjahr 241 kWJuni 2026: 308 kW, Vorjahr 304 kWJuli 2026: 307 kW, Vorjahr 288 kWAugust 2026: 237 kW, Vorjahr 287 kWSepNovJanMärMaiJul
Heimsegment
01k3kSeptember 2025: 2.074 kW, Vorjahr 2.210 kWOktober 2025: 1.706 kW, Vorjahr 2.542 kWNovember 2025: 1.955 kW, Vorjahr 2.387 kWDezember 2025: 1.363 kW, Vorjahr 1.996 kWJanuar 2026: 1.226 kW, Vorjahr 2.135 kWFebruar 2026: 925 kW, Vorjahr 1.737 kWMärz 2026: 1.659 kW, Vorjahr 1.528 kWApril 2026: 1.751 kW, Vorjahr 1.593 kWMai 2026: 1.945 kW, Vorjahr 2.174 kWJuni 2026: 2.206 kW, Vorjahr 1.958 kWJuli 2026: 2.345 kW, Vorjahr 2.124 kWAugust 2026: 1.168 kW, Vorjahr 1.729 kWSepNovJanMärMaiJul
Gewerbe
01k3kSeptember 2025: 307 kW, Vorjahr 400 kWOktober 2025: 70 kW, Vorjahr 400 kWNovember 2025: 1.319 kW, Vorjahr 360 kWDezember 2025: 1.321 kW, Vorjahr 1.012 kWJanuar 2026: 1.297 kW, Vorjahr 2.594 kWFebruar 2026: 345 kW, Vorjahr 299 kWMärz 2026: 253 kW, Vorjahr 247 kWApril 2026: 173 kW, Vorjahr 305 kWMai 2026: 0 kW, Vorjahr 1.114 kWJuni 2026: 90 kW, Vorjahr 550 kWJuli 2026: 67 kW, Vorjahr 272 kWAugust 2026: 69 kW, Vorjahr 914 kWSepNovJanMärMaiJul
Freifläche
026k52kSeptember 2025: 0 kWOktober 2025: 0 kW, Vorjahr 31.044 kWNovember 2025: 19.107 kWDezember 2025: 0 kW, Vorjahr 21.866 kWJanuar 2026: 6.393 kW, Vorjahr 20.683 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 52.218 kWMärz 2026: 18.007 kW, Vorjahr 11 kWApril 2026: 0 kW, Vorjahr 11.385 kWMai 2026: 45.824 kW, Vorjahr 11 kWJuni 2026: 99 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kW, Vorjahr 34.513 kWSepNovJanMärMaiJul

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
1.815 2,6 MW +15 %
Heimsegment
2–30 kWp
1.780 20,3 MW -16 %
Gewerbe
>30 kWp
41 5,3 MW -37 %
Freifläche
Freifläche
10 89,4 MW -48 %
Gesamt 3.675 117,9 MW
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-08-28

Wie sind die Größenklassen definiert?

Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Rendsburg-Eckernförde zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Rendsburg-Eckernförde, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Rendsburg-Eckernförde 2.722 Speicher mit zusammen 23 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 8,5 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Gewerbespeicher mit einem Plus von +97 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
-1 %
Anlagen
1.797
Kapazität
9 MWh
Ø/Anlage
5 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+4 %
Anlagen
879
Kapazität
12 MWh
Ø/Anlage
13,6 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
+97 %
Anlagen
27
Kapazität
1,9 MWh
Ø/Anlage
70,9 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
2.722
Kapazität
23 MWh
Ø/Anlage
8,5 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-08-28

111 % über dem Bundesdurchschnitt

Solarleistung pro Einwohner im Vergleich

Rendsburg-Eckernförde 3,21 kW
Ø Schleswig-Holstein 1,78 kW
Ø Deutschland 1,52 kW

Rendsburg-Eckernförde erzeugt pro Kopf deutlich mehr Solarstrom als der Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-08-28

Was fällt auf?

Mit einer Speicherquote von 47 % gehört Rendsburg-Eckernförde zu den Regionen, in denen Batteriespeicher fast zum Standard gehören – 12.106 Systeme sind bereits installiert.

Überblick

Kaum eine Region in Schleswig-Holstein kommt an Rendsburg-Eckernförde heran: 3,21 kW pro Kopf, verteilt auf 25.698 Anlagen mit zusammen 891,8 MW Leistung.

Einordnung

Platz 5 von 15 in Schleswig-Holstein: Rendsburg-Eckernförde übertrifft den Landesdurchschnitt um 80 % und gehört damit klar zur Spitzengruppe. Auch bundesweit sticht die Region hervor: 3,21 kW pro Einwohner setzen Rendsburg-Eckernförde deutlich von der Mehrheit der Kommunen ab.

Emkendorf führt mit 68,6 MW

144 Gemeinden im Landkreis Rendsburg-Eckernförde

1
Emkendorf 68,6 MW
2
Wasbek 64,7 MW
3
Bovenau 58,2 MW
4
Bredenbek 36,0 MW
5
Neu Duvenstedt 33,2 MW
6
Borgdorf-Seedorf 30,8 MW
7
Melsdorf 27,3 MW
8
Warder 25,9 MW
9
Hohenwestedt 25,5 MW
10
Steenfeld 24,6 MW
11
Ehndorf 22,1 MW
12
Rendsburg 21,5 MW

Wo passiert der Zubau jetzt?

Top-5 Gemeinden nach Zubau der letzten 12 Monate im Landkreis Rendsburg-Eckernförde

Wie schneidet Schleswig-Holstein insgesamt ab?

Vergleiche alle 15 Landkreise und Städte in Schleswig-Holstein im vollständigen Ranking.

Schleswig-Holstein-Ranking ansehen →

Postleitzahlen im Landkreis Rendsburg-Eckernförde

24107241092411324119241612421424220242292423924241242422424424247242512425424259243402435124354243572435824360243612436324364243662436724369243982458224589245942461324622246252463124634246442464624647247682478224783247842478724790247912479324794247962479724799248002480224805248062480824809248112481324814248162481924848255572557525585255902572525767

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten im Kreis Rendsburg-Eckernförde — Stand 28. August 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

Im Kreis Rendsburg-Eckernförde gibt es laut solarzubau.de aktuell 25.698 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 891,8 MW. Das entspricht 3,21 kW pro Einwohner.
12.106 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 47,1 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Rendsburg-Eckernförde [Datensatz, Stand 2026-08-28]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-landkreis-rendsburg-eckernfoerde/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist im Landkreis Rendsburg-Eckernförde installiert?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein) sind aktuell 891,8 MW Photovoltaik-Leistung in 25.698 Anlagen installiert (Stand: 2026-08-28). Damit belegt der Landkreis Platz 5 von 15 in Schleswig-Holstein. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 278.058 Einwohner entspricht der Bestand 3,21 kW pro Kopf.

Wie steht der Landkreis Rendsburg-Eckernförde im Vergleich da?

Mit 3,21 kW pro Einwohner liegt der Landkreis Rendsburg-Eckernförde über dem Bundesdurchschnitt von 1,52 kW. Die Region wird als „Solar-Vorreiter" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Regionen besser als die absolute Leistung, weil sie Einwohnerzahl und Siedlungsdichte herausrechnet. Sie hat aber eine Schwäche: Große Freiflächenanlagen schlagen in dünn besiedelten Kreisen stärker durch als in Ballungsräumen. Für eine belastbare Einordnung lohnt deshalb der zusätzliche Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und darauf, wie sich der Zubau auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilt.

Wie hoch ist die Speicherquote im Landkreis Rendsburg-Eckernförde?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde sind 12.106 Batteriespeicher registriert. Das entspricht einer Speicherquote von 47,1 % bezogen auf die 25.698 Solaranlagen. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung zielt. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind. Speicher werden im Marktstammdatenregister als eigene Einheit erfasst, weshalb sich die Quote überhaupt regional berechnen lässt.

Wie viel Solarzubau gab es im Landkreis Rendsburg-Eckernförde zuletzt?

In den letzten 12 Monaten wurden im Landkreis Rendsburg-Eckernförde 117,9 MW neue PV-Leistung installiert. Das entspricht rund 13 % des gesamten Anlagenbestands. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke.

Welche Gemeinde im Landkreis Rendsburg-Eckernförde hat die meiste Solarleistung?

Die solarstärkste Gemeinde im Landkreis Rendsburg-Eckernförde ist Emkendorf mit 68,6 MW installierter Leistung. Insgesamt gehören 144 Gemeinden zum Landkreis. Die absolute Leistung sagt dabei zunächst wenig über die Ausbaugeschwindigkeit aus: Größere Gemeinden führen die Liste fast zwangsläufig an, weil sie mehr Dächer und mehr Fläche haben. Aussagekräftiger für einen fairen Vergleich ist die Leistung pro Einwohner, nach der auf dieser Seite das Ranking der Gemeinden sortiert ist. Eine einzelne Freiflächenanlage kann eine kleine Gemeinde dort allerdings weit nach oben tragen, ohne dass die Hausdächer stärker belegt wären.

In welchem Bundesland liegt Rendsburg-Eckernförde?

Rendsburg-Eckernförde ist ein Landkreis im Bundesland Schleswig-Holstein. Schleswig-Holstein hat insgesamt 15 Landkreise und kreisfreie Städte. Auf der Bundesland-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Jede Anlage ist damit genau einer Gemeinde zugeordnet und jede Gemeinde genau einem Kreis, weshalb sich die Zahlen sauber zu Kreis-, Landes- und Bundeswerten aufsummieren lassen.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau im Landkreis Rendsburg-Eckernförde?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 10 neuen Anlagen und 89,4 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 1.780 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es im Landkreis Rendsburg-Eckernförde?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde wurden in den letzten 12 Monaten 1.815 Balkonkraftwerke registriert (2,6 MW). Das sind +15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen im Landkreis Rendsburg-Eckernförde?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde wurden in den letzten 12 Monaten 10 Freiflächenanlagen zugebaut (89,4 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau im Landkreis Rendsburg-Eckernförde?

Im Landkreis Rendsburg-Eckernförde wurden in den letzten 12 Monaten 3.675 neue Solaranlagen mit insgesamt 117,9 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-08-28 · Methodik & Quellen

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