§14a EnWG (steuerbare Verbraucher)
§14a EnWG regelt die netzorientierte Steuerung von Wärmepumpen, Wallboxen und Speichern. Im Gegenzug für die temporäre Drosselung bei Netzengpässen erhalten Betreiber dauerhaft reduzierte Netzentgelte — eine Ersparnis von 100–200 € pro Jahr.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Gesetze, Fördersätze und Fristen ändern sich; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Gesetzestext bzw. die Auskunft der zuständigen Stelle.
Was regelt §14a EnWG?
§14a des Energiewirtschaftsgesetzes ermöglicht Netzbetreibern, steuerbare Verbrauchseinrichtungen bei Netzengpässen temporär zu drosseln. Im Gegenzug erhalten die Betreiber dauerhaft reduzierte Netzentgelte.
Betroffene Geräte
| Gerät | Betroffen? | Typische Leistung |
|---|---|---|
| Wärmepumpe | Ja | 3–12 kW |
| Wallbox (E-Auto) | Ja | 3,7–22 kW |
| Batteriespeicher (Laden) | Ja | 3–10 kW |
| Klimaanlage | Ja (ab 4,2 kW) | 2–8 kW |
| Haushaltsstrom | Nein | — |
| PV-Einspeisung | Nein (andere Regelung) | — |
Wie funktioniert die Steuerung?
- Netzbetreiber erkennt Engpass im lokalen Netz (z. B. viele Wallboxen laden gleichzeitig)
- Signal via Smart Meter an die steuerbaren Verbraucher
- Drosselung auf Mindestleistung (4,2 kW garantiert)
- Maximale Dauer: 2 Stunden am Stück, dann Pause
- Normalbetrieb sobald Engpass behoben
Netzentgelt-Reduktion
| Modul | Beschreibung |
|---|---|
| Modul 1 | Pauschale Netzentgelt-Reduktion: 110–190 €/Jahr (bundeseinheitlich je Netzbetreiber) |
| Modul 2 | Arbeitspreisreduktion: Netzentgelt-Arbeitspreis wird auf 40 % reduziert (separater Zähler nötig) |
| Modul 3 | Zeitvariable Netzentgelte — günstiger bei niedriger Netzlast (nur in Kombination mit Modul 1, ab April 2025) |
Der Betreiber wählt ein Modul bei der Anmeldung beim Netzbetreiber. Quelle: Bundesnetzagentur, Festlegung BK8-22/010-A.
Voraussetzungen
- Smart Meter (iMSys) muss installiert sein
- Steuerbox oder Schnittstelle am Gerät
- Anmeldung beim Netzbetreiber als steuerbarer Verbraucher