Strompreisentwicklung
Der Strompreis für Haushalte in Deutschland liegt 2025 bei 30–38 ct/kWh und ist seit 2020 um über 50 % gestiegen. Steigende Strompreise verbessern die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen, da jede selbst erzeugte kWh mehr wert wird.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Gesetze, Fördersätze und Fristen ändern sich; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Gesetzestext bzw. die Auskunft der zuständigen Stelle.
Historische Strompreisentwicklung
| Jahr | Haushaltsstrom (ct/kWh) | Veränderung |
|---|---|---|
| 2010 | 23,7 | — |
| 2015 | 28,7 | +21 % |
| 2019 | 30,4 | +6 % |
| 2021 | 31,9 | +5 % |
| 2022 | 34,6 | +8 % (Energiekrise) |
| 2023 | 42,0 | +21 % (Spitze) |
| 2024 | 36,0 | −14 % (Entspannung) |
| 2025 | 33–38 | Stabilisierung |
Zusammensetzung des Strompreises 2025
| Bestandteil | Anteil | ct/kWh |
|---|---|---|
| Stromerzeugung/-beschaffung | ~35 % | ~12 ct |
| Netzentgelte | ~25 % | ~9 ct |
| Steuern und Abgaben | ~25 % | ~9 ct |
| Vertrieb/Marge | ~15 % | ~5 ct |
| Gesamt | 100 % | ~35 ct |
Auswirkung auf PV-Wirtschaftlichkeit
Der Strompreis ist der wichtigste externe Faktor für die Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage:
| Strompreis | Jährliche Ersparnis (10 kWp, 35 % EV) | Amortisation |
|---|---|---|
| 25 ct/kWh | ~875 € | 12–14 Jahre |
| 30 ct/kWh | ~1.050 € | 10–12 Jahre |
| 35 ct/kWh | ~1.225 € | 8–10 Jahre |
| 40 ct/kWh | ~1.400 € | 7–9 Jahre |
Steigende Strompreise sind der natürliche Verbündete jedes PV-Betreibers — sie erhöhen den Wert jeder selbst erzeugten Kilowattstunde.
Prognose
Langfristig dürften die Strompreise moderat steigen, getrieben durch:
- Netzausbau (Übertragung + Verteilung): Größter Kostentreiber
- CO₂-Bepreisung: EU-ETS-Preis verteuert fossile Erzeugung
- Abschaltung konventioneller Kraftwerke: Weniger Überangebot
- Gegeneffekt: Wachsender Anteil günstiger Erneuerbarer senkt Großhandelspreise