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Gemeinde in Nordrhein-Westfalen · Mülheim an der Ruhr

Photovoltaik in Mülheim an der Ruhr

Solaranlagen
6.327 Anlagen
Installierte Leistung
59,5 MW installiert
Leistung pro Einwohner
0,34 kW pro Kopf

78 % unter Bundesdurchschnitt

6.327 Anlagen mit 59,5 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Mülheim an der Ruhr?

Mülheim an der Ruhr, kreisfreie Stadt (Nordrhein-Westfalen) zählt mit Stand 2026-10-27 6.327 Photovoltaik-Anlagen mit zusammen 59,5 MW Leistung – Daten, die direkt aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stammen, dort meldepflichtig sind und regelmäßig aktualisiert werden. Bei 173.050 Einwohnern entspricht das 0,34 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, Mülheim an der Ruhr liegt damit 78 % unter dem Bundeswert. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 10,5 MW neue Leistung hinzu – rund 18 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Von den registrierten Anlagen sind 53 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 9,4 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

0,34

kW
▼ -78 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

53,5

%

3.382 Speicher bei 6.327 Anlagen

Installiert

59,5 MW

Zubau 12 Mon.

10,5 MW

+18 %

Solaranlagen

6.327

Einwohner

173.050

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Mülheim an der Ruhr?

Segmentierter PV-Zubau in Mülheim an der Ruhr — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Mülheim an der Ruhr setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Heimsegment-Anlagen am stärksten zu (+6 %).

  • Balkonkraftwerk▼ -1 %
  • Heimsegment▲ +6 %
  • Gewerbe▼ -32 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Mülheim an der Ruhr: 10.467 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
065129November 2025: 40 kW, Vorjahr 24 kWDezember 2025: 31 kW, Vorjahr 21 kWJanuar 2026: 30 kW, Vorjahr 23 kWFebruar 2026: 26 kW, Vorjahr 46 kWMärz 2026: 83 kW, Vorjahr 86 kWApril 2026: 96 kW, Vorjahr 91 kWMai 2026: 103 kW, Vorjahr 101 kWJuni 2026: 75 kW, Vorjahr 102 kWJuli 2026: 129 kW, Vorjahr 94 kWAugust 2026: 98 kW, Vorjahr 100 kWSeptember 2026: 51 kW, Vorjahr 74 kWOktober 2026: 32 kW, Vorjahr 41 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0381761November 2025: 422 kW, Vorjahr 754 kWDezember 2025: 377 kW, Vorjahr 475 kWJanuar 2026: 372 kW, Vorjahr 629 kWFebruar 2026: 544 kW, Vorjahr 346 kWMärz 2026: 572 kW, Vorjahr 337 kWApril 2026: 459 kW, Vorjahr 436 kWMai 2026: 601 kW, Vorjahr 661 kWJuni 2026: 543 kW, Vorjahr 436 kWJuli 2026: 761 kW, Vorjahr 587 kWAugust 2026: 580 kW, Vorjahr 361 kWSeptember 2026: 520 kW, Vorjahr 439 kWOktober 2026: 511 kW, Vorjahr 421 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
09862kNovember 2025: 0 kW, Vorjahr 473 kWDezember 2025: 71 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 1.108 kWFebruar 2026: 364 kWMärz 2026: 0 kW, Vorjahr 34 kWApril 2026: 47 kW, Vorjahr 1.509 kWMai 2026: 1.972 kW, Vorjahr 951 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 142 kW, Vorjahr 358 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 673 kW, Vorjahr 402 kWOktober 2026: 41 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
01019November 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 19 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 4 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
563 794 kW -1 %
Heimsegment
2–30 kWp
580 6,3 MW +6 %
Gewerbe
>30 kWp
11 3,3 MW -32 %
Freifläche
Freifläche
1 4 kW —
Gesamt 1.167 10,5 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Mülheim an der Ruhr zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Mülheim an der Ruhr, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Mülheim an der Ruhr 876 Speicher mit zusammen 6,8 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 7,8 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher klein mit einem Plus von +16 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+16 %
Anlagen
583
Kapazität
2,9 MWh
Ø/Anlage
4,9 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+9 %
Anlagen
278
Kapazität
3,8 MWh
Ø/Anlage
13,5 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
3
Kapazität
135 kWh
Ø/Anlage
45 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
876
Kapazität
6,8 MWh
Ø/Anlage
7,8 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Mülheim an der Ruhr im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Mülheim an der Ruhr 0,34 kW
Ø Mülheim an der Ruhr 0,34 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Mülheim an der Ruhr hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Mülheim an der Ruhr auf?

3.382 Batteriespeicher ergänzen die PV-Anlagen in Mülheim an der Ruhr – eine Quote von 53 %. Wer hier Solar installiert, investiert häufig auch in Speicher, um den eigenen Strom rund um die Uhr nutzen zu können.

Überblick

Mit 0,34 kW pro Kopf liegt Mülheim an der Ruhr noch unter dem Bundesschnitt. 6.327 Anlagen und 59,5 MW Leistung markieren den aktuellen Stand – mit spürbarem Nachholpotenzial.

Einordnung

Mülheim an der Ruhr liegt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Das vollständige Ranking aller Regionen finden Sie auf der Bundesland-Seite.

Mülheim an der Ruhr vergleichen

Wie steht deine Gemeinde im direkten Duell?

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Solaranlage planen in Mülheim an der Ruhr: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

9,4 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

53 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

1.167 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

Als Großstadt bringt Mülheim an der Ruhr vor allem Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke als Dachflächen mit. Entsprechend entfallen 61 % der Anlagen auf das Heimsegment (2 bis 30 kWp); der Durchschnitt dieser Dachanlagen liegt bei 9,2 kWp. Mit 2.300 Steckersolargeräten (563 neu in zwölf Monaten) ist das Balkonkraftwerk auch in Mülheim an der Ruhr angekommen, typischerweise dort, wo kein eigenes Dach zur Verfügung steht. Speicher gehören in Mülheim an der Ruhr zum Standard: 53 % der Anlagen sind mit einer Batterie gekoppelt, deutlich mehr als die rund 40 % im Bund. Ein Angebot ohne Speicheroption wäre hier die Ausnahme.

Zubau findet in Mülheim an der Ruhr derzeit kaum statt: 1.167 neue Anlagen mit 10,5 MW in zwölf Monaten, 61 Watt je Einwohner und damit weit unter dem Bundeswert, unter dem Tempo Nordrhein-Westfalens. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das Tempo mit minus 10 % weitgehend stabil.

In Nordrhein-Westfalen gilt eine Solarpflicht bei Neubauten, ab 2026 auch bei Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

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Welche Postleitzahlen gehören zu Mülheim an der Ruhr?

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Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Mülheim an der Ruhr — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Mülheim an der Ruhr gibt es laut solarzubau.de aktuell 6.327 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 59,5 MW. Das entspricht 0,34 kW pro Einwohner.
3.382 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 53,5 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Mülheim an der Ruhr [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-muelheim-an-der-ruhr/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Mülheim an der Ruhr installiert?

In Mülheim an der Ruhr sind 59,5 MW PV-Leistung in 6.327 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 173.050 Einwohner entspricht der Bestand 0,34 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Mülheim an der Ruhr im Vergleich da?

Mit 0,34 kW pro Einwohner liegt Mülheim an der Ruhr unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Mülheim an der Ruhr?

In Mülheim an der Ruhr sind 3.382 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 53,5 % bezogen auf die Solaranlagen. In Mülheim an der Ruhr ist der Speicher damit die Regel und nicht die Ergänzung; die Quote liegt rund 13 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Mülheim an der Ruhr?

In den letzten 12 Monaten wurden in Mülheim an der Ruhr 10,5 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 1.167 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 61 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und weniger als Nordrhein-Westfalen insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 18 Prozent – rund 18 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Mülheim an der Ruhr üblich?

Eine typische Dachanlage in Mülheim an der Ruhr hat 9,2 kWp; das ist der Durchschnitt der 3.890 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 61 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Großstadt wie Mülheim an der Ruhr stehen dahinter überwiegend Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 35 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 2.300 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Ist Mülheim an der Ruhr eine kreisfreie Stadt?

Mülheim an der Ruhr ist eine kreisfreie Stadt in Nordrhein-Westfalen. Kreisfreie Städte nehmen die Aufgaben eines Landkreises selbst wahr und gehören keinem Kreis an. Für die Auswertung des Solarausbaus bedeutet das: Die Stadt bildet ihre eigene Vergleichsgruppe, ein Ranking innerhalb eines Landkreises gibt es nicht. Verglichen wird stattdessen mit den übrigen Regionen in Nordrhein-Westfalen und mit dem Bundesdurchschnitt. Auf dieser Seite finden sich deshalb dieselben Kennzahlen wie für eine Gemeinde – Bestand, Leistung pro Kopf, Speicherquote und Zubau der letzten zwölf Monate –, nur ohne kreisinternen Vergleich.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Mülheim an der Ruhr?

In Mülheim an der Ruhr entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 580 neuen Anlagen und 6,3 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 11 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Mülheim an der Ruhr?

In Mülheim an der Ruhr wurden in den letzten 12 Monaten 563 Balkonkraftwerke registriert (794 kW). Das sind -1 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Mülheim an der Ruhr?

In Mülheim an der Ruhr wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (4 kW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Mülheim an der Ruhr?

In Mülheim an der Ruhr wurden in den letzten 12 Monaten 1.167 neue Solaranlagen mit insgesamt 10,5 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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