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346 % vom Ø
Solar-Vorreiter
↑ Aufsteiger

Landkreis in Bayern

Photovoltaik im Landkreis Unterallgäu

Solaranlagen
26.958 Anlagen
Installierte Leistung
795,6 MW installiert
Leistung pro Einwohner
5,40 kW pro Kopf

3,5× über Bundesdurchschnitt

Solar-Vorreiter – mehr als doppelt so viel Solarleistung pro Kopf wie im Bundesdurchschnitt

Rang 11 von 96
Zubau-Rang 13 von 96
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Der Landkreis Unterallgäu in Bayern kommt mit Stand 2026-10-27 auf 26.958 Solaranlagen und 795,6 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Bei 147.255 Einwohnern entspricht das 5,40 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, der Landkreis Unterallgäu liegt damit ein Vielfaches des bundesweiten Durchschnitts (3,5-fach) – meist ein Zeichen für eine oder mehrere große Freiflächenanlagen bei vergleichsweise wenigen Einwohnern. Das reicht für Platz 11 von 96 im regionalen Vergleich, damit gehört die Region zur Spitzengruppe. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 84,0 MW neue Leistung hinzu – rund 11 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Von den registrierten Anlagen sind 31 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 30 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

5,40

kW
▲ +246 % vs. Bundesdurchschnitt

Gute Speicherquote

31,3

%

8.445 Speicher bei 26.958 Anlagen

Installiert

795,6 MW

Zubau 12 Mon.

84,0 MW

+11 %

Solaranlagen

26.958

Speicher

8.445

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Unterallgäu?

Segmentierter PV-Zubau in Unterallgäu — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Der PV-Zubau in Unterallgäu wird vom Freifläche-Segment dominiert.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+5 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +5 %
  • Heimsegment▼ -10 %
  • Gewerbe▼ -74 %
  • Freifläche▼ -16 %

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Unterallgäu: 84.013 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
074148November 2025: 62 kW, Vorjahr 40 kWDezember 2025: 62 kW, Vorjahr 46 kWJanuar 2026: 38 kW, Vorjahr 47 kWFebruar 2026: 62 kW, Vorjahr 50 kWMärz 2026: 107 kW, Vorjahr 94 kWApril 2026: 119 kW, Vorjahr 119 kWMai 2026: 148 kW, Vorjahr 119 kWJuni 2026: 118 kW, Vorjahr 100 kWJuli 2026: 102 kW, Vorjahr 126 kWAugust 2026: 100 kW, Vorjahr 103 kWSeptember 2026: 72 kW, Vorjahr 82 kWOktober 2026: 51 kW, Vorjahr 67 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
01k3kNovember 2025: 1.190 kW, Vorjahr 1.596 kWDezember 2025: 1.212 kW, Vorjahr 1.132 kWJanuar 2026: 1.102 kW, Vorjahr 2.673 kWFebruar 2026: 822 kW, Vorjahr 1.746 kWMärz 2026: 1.227 kW, Vorjahr 868 kWApril 2026: 1.209 kW, Vorjahr 999 kWMai 2026: 1.196 kW, Vorjahr 1.387 kWJuni 2026: 1.400 kW, Vorjahr 1.055 kWJuli 2026: 1.818 kW, Vorjahr 1.795 kWAugust 2026: 1.233 kW, Vorjahr 990 kWSeptember 2026: 1.558 kW, Vorjahr 1.200 kWOktober 2026: 1.328 kW, Vorjahr 1.595 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
06k12kNovember 2025: 2.118 kW, Vorjahr 2.183 kWDezember 2025: 258 kW, Vorjahr 12.278 kWJanuar 2026: 1.149 kW, Vorjahr 3.978 kWFebruar 2026: 179 kW, Vorjahr 884 kWMärz 2026: 770 kW, Vorjahr 1.710 kWApril 2026: 119 kW, Vorjahr 2.432 kWMai 2026: 957 kW, Vorjahr 1.765 kWJuni 2026: 805 kW, Vorjahr 635 kWJuli 2026: 1.149 kW, Vorjahr 352 kWAugust 2026: 153 kW, Vorjahr 811 kWSeptember 2026: 134 kW, Vorjahr 2.707 kWOktober 2026: 198 kW, Vorjahr 1.545 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
021k41kNovember 2025: 949 kW, Vorjahr 12.193 kWDezember 2025: 21.438 kWJanuar 2026: 1.000 kW, Vorjahr 1.000 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 11.721 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kW, Vorjahr 1.496 kWMai 2026: 14.117 kW, Vorjahr 1.999 kWJuni 2026: 881 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 41.125 kWAugust 2026: 4.194 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 16.502 kW, Vorjahr 1.193 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
749 1 MW +5 %
Heimsegment
2–30 kWp
1.254 15,3 MW -10 %
Gewerbe
>30 kWp
52 8 MW -74 %
Freifläche
Freifläche
16 59,1 MW -16 %
Gesamt 2.092 84 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Unterallgäu zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Unterallgäu, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Unterallgäu 1.738 Speicher mit zusammen 50 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 28,8 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +23 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+18 %
Anlagen
890
Kapazität
5,1 MWh
Ø/Anlage
5,7 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+23 %
Anlagen
787
Kapazität
10,9 MWh
Ø/Anlage
13,8 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
-16 %
Anlagen
41
Kapazität
3,8 MWh
Ø/Anlage
92,3 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Anlagen
4
Kapazität
30,1 MWh
Ø/Anlage
7.522 kWh
Gesamt
Anlagen
1.738
Kapazität
50 MWh
Ø/Anlage
28,8 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

246 % über dem Bundesdurchschnitt

Solarleistung pro Einwohner im Vergleich

Unterallgäu 5,40 kW
Ø Bayern 2,64 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Unterallgäu hat pro Kopf deutlich mehr Solarleistung installiert als der Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt auf?

Was die Zahlen konkret bedeuten: Mit 5,40 kW pro Einwohner kann Unterallgäu rechnerisch einen erheblichen Teil des eigenen Strombedarfs solar decken. Das macht die Region zu einem Vorbild für die dezentrale Energieversorgung – nicht nur in der Theorie, sondern messbar in den Einspeisedaten.

Überblick

Mit 5,40 kW pro Kopf setzt Unterallgäu bundesweit Maßstäbe. Die 26.958 installierten PV-Anlagen liefern zusammen 795,6 MW – ein Vielfaches dessen, was vergleichbare Regionen in Bayern erreichen.

Einordnung

Innerhalb Bayerns belegt Unterallgäu Platz 11 von 96 – ganze 105 % über dem Landesdurchschnitt. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Unterallgäu mit 5,40 kW pro Kopf klar vorn – ein Wert, den die meisten Kommunen nicht erreichen.

Bad Wörishofen führt mit 53,0 MW

52 Gemeinden im Landkreis Unterallgäu

Wo passiert der Zubau jetzt?

Top-5 Gemeinden nach Zubau der letzten 12 Monate im Landkreis Unterallgäu

Wie schneidet Bayern insgesamt ab?

Vergleiche alle 96 Landkreise und Städte in Bayern im vollständigen Ranking.

Bayern-Ranking ansehen →

Unterallgäu gegen die Nachbarkreise

Direkter Vergleich mit den angrenzenden Kreisen: Leistung je Einwohner, Zubau der letzten zwölf Monate, Speicherquote.

Postleitzahlen im Landkreis Unterallgäu

8649886825868338684286854868658687186874868798770087719877248772787730877338773487736877378773987740877428774387745877468774887749877518775287754877558775787758877608776187763877648776687767877698777087772877738777587776877788777987781877828778487785877878778988457

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten im Kreis Unterallgäu — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

Im Kreis Unterallgäu gibt es laut solarzubau.de aktuell 26.958 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 795,6 MW. Das entspricht 5,40 kW pro Einwohner.
8.445 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 31,3 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Unterallgäu [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-landkreis-unterallgaeu/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist im Landkreis Unterallgäu installiert?

Im Landkreis Unterallgäu (Bayern) sind aktuell 795,6 MW Photovoltaik-Leistung in 26.958 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt der Landkreis Platz 11 von 96 in Bayern. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 147.255 Einwohner entspricht der Bestand 5,40 kW pro Kopf.

Wie steht der Landkreis Unterallgäu im Vergleich da?

Mit 5,40 kW pro Einwohner liegt der Landkreis Unterallgäu über dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Region wird als „Solar-Vorreiter" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Regionen besser als die absolute Leistung, weil sie Einwohnerzahl und Siedlungsdichte herausrechnet. Sie hat aber eine Schwäche: Große Freiflächenanlagen schlagen in dünn besiedelten Kreisen stärker durch als in Ballungsräumen. Für eine belastbare Einordnung lohnt deshalb der zusätzliche Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und darauf, wie sich der Zubau auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilt.

Wie hoch ist die Speicherquote im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu sind 8.445 Batteriespeicher registriert. Das entspricht einer Speicherquote von 31,3 % bezogen auf die 26.958 Solaranlagen. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung zielt. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind. Speicher werden im Marktstammdatenregister als eigene Einheit erfasst, weshalb sich die Quote überhaupt regional berechnen lässt.

Wie viel Solarzubau gab es im Landkreis Unterallgäu zuletzt?

In den letzten 12 Monaten wurden im Landkreis Unterallgäu 84,0 MW neue PV-Leistung installiert. Das entspricht rund 11 % des gesamten Anlagenbestands. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke.

Welche Gemeinde im Landkreis Unterallgäu hat die meiste Solarleistung?

Die solarstärkste Gemeinde im Landkreis Unterallgäu ist Bad Wörishofen mit 53,0 MW installierter Leistung. Insgesamt gehören 52 Gemeinden zum Landkreis. Die absolute Leistung sagt dabei zunächst wenig über die Ausbaugeschwindigkeit aus: Größere Gemeinden führen die Liste fast zwangsläufig an, weil sie mehr Dächer und mehr Fläche haben. Aussagekräftiger für einen fairen Vergleich ist die Leistung pro Einwohner, nach der auf dieser Seite das Ranking der Gemeinden sortiert ist. Eine einzelne Freiflächenanlage kann eine kleine Gemeinde dort allerdings weit nach oben tragen, ohne dass die Hausdächer stärker belegt wären.

In welchem Bundesland liegt Unterallgäu?

Unterallgäu ist ein Landkreis im Bundesland Bayern. Bayern hat insgesamt 96 Landkreise und kreisfreie Städte. Auf der Bundesland-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Jede Anlage ist damit genau einer Gemeinde zugeordnet und jede Gemeinde genau einem Kreis, weshalb sich die Zahlen sauber zu Kreis-, Landes- und Bundeswerten aufsummieren lassen.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 16 neuen Anlagen und 59,1 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 1.254 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 749 Balkonkraftwerke registriert (1 MW). Das sind +5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 16 Freiflächenanlagen zugebaut (59,1 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 2.092 neue Solaranlagen mit insgesamt 84 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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