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346 % vom Ø
Solar-Vorreiter
↑ Aufsteiger

Landkreis in Bayern

Photovoltaik im Landkreis Unterallgäu

3,5× über Bundesdurchschnitt

Solar-Vorreiter – mehr als doppelt so viel Solarleistung pro Kopf wie im Bundesdurchschnitt

Rang 13 von 96
Zubau-Rang 18 von 96
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Der Landkreis Unterallgäu in Bayern kommt mit Stand 2026-08-28 auf 26.510 Solaranlagen und 775,0 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Bei 147.255 Einwohnern entspricht das 5,26 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,52 kW, der Landkreis Unterallgäu liegt damit ein Vielfaches des bundesweiten Durchschnitts (3,5-fach) – meist ein Zeichen für eine oder mehrere große Freiflächenanlagen bei vergleichsweise wenigen Einwohnern. Das reicht für Platz 13 von 96 im regionalen Vergleich, damit gehört die Region zur Spitzengruppe. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 70,9 MW neue Leistung hinzu – rund 9 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Von den registrierten Anlagen sind 30 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 29 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-08-28), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

5,26

kW
▲ +246 % vs. Bundesdurchschnitt

Gute Speicherquote

30,4

%

8.054 Speicher bei 26.510 Anlagen

Installiert

775,0 MW

Zubau 12 Mon.

70,9 MW

+9 %

Solaranlagen

26.510

Speicher

8.054

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Unterallgäu?

Segmentierter PV-Zubau in Unterallgäu — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Der PV-Zubau in Unterallgäu wird vom Freifläche-Segment dominiert.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+4 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +4 %
  • Heimsegment▼ -16 %
  • Gewerbe▼ -61 %
  • Freifläche▼ -42 %

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Unterallgäu: 70.876 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
074147September 2025: 82 kW, Vorjahr 98 kWOktober 2025: 67 kW, Vorjahr 52 kWNovember 2025: 61 kW, Vorjahr 40 kWDezember 2025: 62 kW, Vorjahr 45 kWJanuar 2026: 38 kW, Vorjahr 44 kWFebruar 2026: 62 kW, Vorjahr 49 kWMärz 2026: 109 kW, Vorjahr 93 kWApril 2026: 118 kW, Vorjahr 119 kWMai 2026: 147 kW, Vorjahr 119 kWJuni 2026: 116 kW, Vorjahr 100 kWJuli 2026: 100 kW, Vorjahr 123 kWAugust 2026: 67 kW, Vorjahr 103 kWSepNovJanMärMaiJul
Heimsegment
01k3kSeptember 2025: 1.200 kW, Vorjahr 1.328 kWOktober 2025: 1.604 kW, Vorjahr 1.499 kWNovember 2025: 1.217 kW, Vorjahr 1.585 kWDezember 2025: 1.201 kW, Vorjahr 1.116 kWJanuar 2026: 1.060 kW, Vorjahr 2.638 kWFebruar 2026: 809 kW, Vorjahr 1.749 kWMärz 2026: 1.250 kW, Vorjahr 868 kWApril 2026: 1.176 kW, Vorjahr 999 kWMai 2026: 1.134 kW, Vorjahr 1.405 kWJuni 2026: 1.372 kW, Vorjahr 1.055 kWJuli 2026: 1.511 kW, Vorjahr 1.786 kWAugust 2026: 743 kW, Vorjahr 999 kWSepNovJanMärMaiJul
Gewerbe
06k12kSeptember 2025: 2.655 kW, Vorjahr 765 kWOktober 2025: 1.505 kW, Vorjahr 2.505 kWNovember 2025: 2.118 kW, Vorjahr 2.183 kWDezember 2025: 258 kW, Vorjahr 12.278 kWJanuar 2026: 1.227 kW, Vorjahr 3.978 kWFebruar 2026: 179 kW, Vorjahr 884 kWMärz 2026: 761 kW, Vorjahr 1.710 kWApril 2026: 119 kW, Vorjahr 2.432 kWMai 2026: 957 kW, Vorjahr 1.765 kWJuni 2026: 805 kW, Vorjahr 635 kWJuli 2026: 1.049 kW, Vorjahr 352 kWAugust 2026: 67 kW, Vorjahr 732 kWSepNovJanMärMaiJul
Freifläche
021k41kSeptember 2025: 0 kWOktober 2025: 1.193 kW, Vorjahr 6.013 kWNovember 2025: 949 kW, Vorjahr 12.193 kWDezember 2025: 21.440 kWJanuar 2026: 1.000 kW, Vorjahr 1.000 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 11.721 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kW, Vorjahr 1.496 kWMai 2026: 14.117 kW, Vorjahr 1.999 kWJuni 2026: 881 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 41.125 kWAugust 2026: 4.194 kWSepNovJanMärMaiJul

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
744 1 MW +4 %
Heimsegment
2–30 kWp
1.164 14,3 MW -16 %
Gewerbe
>30 kWp
62 11,7 MW -61 %
Freifläche
Freifläche
16 43,8 MW -42 %
Gesamt 1.998 70,9 MW
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-08-28

Wie sind die Größenklassen definiert?

Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Unterallgäu zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Unterallgäu, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Unterallgäu 1.606 Speicher mit zusammen 22,9 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 14,2 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +18 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+12 %
Anlagen
840
Kapazität
4,7 MWh
Ø/Anlage
5,6 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+18 %
Anlagen
718
Kapazität
9,9 MWh
Ø/Anlage
13,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
-2 %
Anlagen
42
Kapazität
3,9 MWh
Ø/Anlage
92,2 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
Anlagen
2
Kapazität
4,4 MWh
Ø/Anlage
2.200 kWh
Gesamt
Anlagen
1.606
Kapazität
22,9 MWh
Ø/Anlage
14,2 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-08-28

246 % über dem Bundesdurchschnitt

Solarleistung pro Einwohner im Vergleich

Unterallgäu 5,26 kW
Ø Bayern 2,59 kW
Ø Deutschland 1,52 kW

Unterallgäu erzeugt pro Kopf deutlich mehr Solarstrom als der Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-08-28

Was fällt auf?

Was die Zahlen konkret bedeuten: Mit 5,26 kW pro Einwohner kann Unterallgäu rechnerisch einen erheblichen Teil des eigenen Strombedarfs solar decken. Das macht die Region zu einem Vorbild für die dezentrale Energieversorgung – nicht nur in der Theorie, sondern messbar in den Einspeisedaten.

Überblick

Mit 5,26 kW pro Kopf setzt Unterallgäu bundesweit Maßstäbe. Die 26.510 installierten PV-Anlagen liefern zusammen 775,0 MW – ein Vielfaches dessen, was vergleichbare Regionen in Bayern erreichen.

Einordnung

Innerhalb Bayerns belegt Unterallgäu Platz 13 von 96 – ganze 103 % über dem Landesdurchschnitt. Im deutschlandweiten Vergleich liegt Unterallgäu mit 5,26 kW pro Kopf klar vorn – ein Wert, den die meisten Kommunen nicht erreichen.

Bad Wörishofen führt mit 52,6 MW

52 Gemeinden im Landkreis Unterallgäu

Wo passiert der Zubau jetzt?

Top-5 Gemeinden nach Zubau der letzten 12 Monate im Landkreis Unterallgäu

Wie schneidet Bayern insgesamt ab?

Vergleiche alle 96 Landkreise und Städte in Bayern im vollständigen Ranking.

Bayern-Ranking ansehen →

Postleitzahlen im Landkreis Unterallgäu

8649886825868338684286854868658687186874868798770087719877248772787730877338773487736877378773987740877428774387745877468774887749877518775287754877558775787758877608776187763877648776687767877698777087772877738777587776877788777987781877828778487785877878778988457

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten im Kreis Unterallgäu — Stand 28. August 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

Im Kreis Unterallgäu gibt es laut solarzubau.de aktuell 26.510 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 775,0 MW. Das entspricht 5,26 kW pro Einwohner.
8.054 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 30,4 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Unterallgäu [Datensatz, Stand 2026-08-28]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-landkreis-unterallgaeu/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist im Landkreis Unterallgäu installiert?

Im Landkreis Unterallgäu (Bayern) sind aktuell 775,0 MW Photovoltaik-Leistung in 26.510 Anlagen installiert (Stand: 2026-08-28). Damit belegt der Landkreis Platz 13 von 96 in Bayern. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 147.255 Einwohner entspricht der Bestand 5,26 kW pro Kopf.

Wie steht der Landkreis Unterallgäu im Vergleich da?

Mit 5,26 kW pro Einwohner liegt der Landkreis Unterallgäu über dem Bundesdurchschnitt von 1,52 kW. Die Region wird als „Solar-Vorreiter" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Regionen besser als die absolute Leistung, weil sie Einwohnerzahl und Siedlungsdichte herausrechnet. Sie hat aber eine Schwäche: Große Freiflächenanlagen schlagen in dünn besiedelten Kreisen stärker durch als in Ballungsräumen. Für eine belastbare Einordnung lohnt deshalb der zusätzliche Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und darauf, wie sich der Zubau auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilt.

Wie hoch ist die Speicherquote im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu sind 8.054 Batteriespeicher registriert. Das entspricht einer Speicherquote von 30,4 % bezogen auf die 26.510 Solaranlagen. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung zielt. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind. Speicher werden im Marktstammdatenregister als eigene Einheit erfasst, weshalb sich die Quote überhaupt regional berechnen lässt.

Wie viel Solarzubau gab es im Landkreis Unterallgäu zuletzt?

In den letzten 12 Monaten wurden im Landkreis Unterallgäu 70,9 MW neue PV-Leistung installiert. Das entspricht rund 9 % des gesamten Anlagenbestands. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke.

Welche Gemeinde im Landkreis Unterallgäu hat die meiste Solarleistung?

Die solarstärkste Gemeinde im Landkreis Unterallgäu ist Bad Wörishofen mit 52,6 MW installierter Leistung. Insgesamt gehören 52 Gemeinden zum Landkreis. Die absolute Leistung sagt dabei zunächst wenig über die Ausbaugeschwindigkeit aus: Größere Gemeinden führen die Liste fast zwangsläufig an, weil sie mehr Dächer und mehr Fläche haben. Aussagekräftiger für einen fairen Vergleich ist die Leistung pro Einwohner, nach der auf dieser Seite das Ranking der Gemeinden sortiert ist. Eine einzelne Freiflächenanlage kann eine kleine Gemeinde dort allerdings weit nach oben tragen, ohne dass die Hausdächer stärker belegt wären.

In welchem Bundesland liegt Unterallgäu?

Unterallgäu ist ein Landkreis im Bundesland Bayern. Bayern hat insgesamt 96 Landkreise und kreisfreie Städte. Auf der Bundesland-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Jede Anlage ist damit genau einer Gemeinde zugeordnet und jede Gemeinde genau einem Kreis, weshalb sich die Zahlen sauber zu Kreis-, Landes- und Bundeswerten aufsummieren lassen.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 16 neuen Anlagen und 43,8 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 1.164 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 744 Balkonkraftwerke registriert (1 MW). Das sind +4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 16 Freiflächenanlagen zugebaut (43,8 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau im Landkreis Unterallgäu?

Im Landkreis Unterallgäu wurden in den letzten 12 Monaten 1.998 neue Solaranlagen mit insgesamt 70,9 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-08-28 · Methodik & Quellen

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