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45 % vom Ø
Aufholpotenzial

Gemeinde in Baden-Württemberg · Tübingen

Photovoltaik in Tübingen

Solaranlagen
4.715 Anlagen
Installierte Leistung
64,4 MW installiert
Leistung pro Einwohner
0,70 kW pro Kopf

55 % unter Bundesdurchschnitt

4.715 Anlagen mit 64,4 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Tübingen?

Tübingen in Baden-Württemberg verzeichnet mit Stand 2026-10-27 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 64,4 MW, verteilt auf 4.715 Anlagen – von privaten Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen, laufend aktualisiert aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dem amtlichen Register aller Solaranlagen in Deutschland. Bei 92.322 Einwohnern entspricht das 0,70 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, Tübingen liegt damit 55 % unter dem Bundeswert. Das reicht für Platz 15 von 15 im regionalen Vergleich, ein Wert im hinteren Drittel. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 6,2 MW neue Leistung hinzu – rund 10 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Die Speicherquote von 46 % und eine mittlere Anlagengröße von 14 kW zeichnen zusammen das Bild der örtlichen Anlagenstruktur – von der Balkonanlage bis zum Gewerbedach. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

0,70

kW
▼ -55 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

45,6

%

2.152 Speicher bei 4.715 Anlagen

Installiert

64,4 MW

Zubau 12 Mon.

6,2 MW

+10 %

Solaranlagen

4.715

Einwohner

92.322

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Tübingen?

Segmentierter PV-Zubau in Tübingen — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

In Tübingen trägt das Heimsegment-Segment den Zubau der letzten zwölf Monate.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+15 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +15 %
  • Heimsegment▼ -16 %
  • Gewerbe▼ -17 %
  • Freiflächekein Zubau

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Tübingen: 6.228 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
02753November 2025: 23 kW, Vorjahr 15 kWDezember 2025: 22 kW, Vorjahr 23 kWJanuar 2026: 14 kW, Vorjahr 21 kWFebruar 2026: 15 kW, Vorjahr 6 kWMärz 2026: 30 kW, Vorjahr 36 kWApril 2026: 50 kW, Vorjahr 32 kWMai 2026: 47 kW, Vorjahr 50 kWJuni 2026: 46 kW, Vorjahr 28 kWJuli 2026: 41 kW, Vorjahr 53 kWAugust 2026: 34 kW, Vorjahr 34 kWSeptember 2026: 39 kW, Vorjahr 23 kWOktober 2026: 37 kW, Vorjahr 22 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0308615November 2025: 404 kW, Vorjahr 615 kWDezember 2025: 294 kW, Vorjahr 421 kWJanuar 2026: 359 kW, Vorjahr 376 kWFebruar 2026: 234 kW, Vorjahr 399 kWMärz 2026: 315 kW, Vorjahr 231 kWApril 2026: 262 kW, Vorjahr 269 kWMai 2026: 328 kW, Vorjahr 333 kWJuni 2026: 354 kW, Vorjahr 346 kWJuli 2026: 389 kW, Vorjahr 522 kWAugust 2026: 228 kW, Vorjahr 186 kWSeptember 2026: 400 kW, Vorjahr 273 kWOktober 2026: 194 kW, Vorjahr 514 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
0278555November 2025: 0 kW, Vorjahr 329 kWDezember 2025: 237 kW, Vorjahr 191 kWJanuar 2026: 40 kW, Vorjahr 483 kWFebruar 2026: 77 kW, Vorjahr 283 kWMärz 2026: 0 kW, Vorjahr 79 kWApril 2026: 555 kW, Vorjahr 35 kWMai 2026: 156 kW, Vorjahr 111 kWJuni 2026: 339 kW, Vorjahr 130 kWJuli 2026: 446 kW, Vorjahr 404 kWAugust 2026: 117 kW, Vorjahr 115 kWSeptember 2026: 0 kW, Vorjahr 89 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 130 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche — kein Zubau in den letzten 24 Monaten

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
328 398 kW +15 %
Heimsegment
2–30 kWp
328 3,8 MW -16 %
Gewerbe
>30 kWp
17 2 MW -17 %
Freifläche
Freifläche
— — nicht vertreten
Gesamt 681 6,2 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Tübingen zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Tübingen, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Tübingen 501 Speicher mit zusammen 4,3 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 8,6 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher klein mit einem Plus von +7 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+7 %
Anlagen
324
Kapazität
1,6 MWh
Ø/Anlage
5 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+2 %
Anlagen
163
Kapazität
2,2 MWh
Ø/Anlage
13,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
7
Kapazität
370 kWh
Ø/Anlage
52,9 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
501
Kapazität
4,3 MWh
Ø/Anlage
8,6 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Tübingen im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Tübingen 0,70 kW
Ø Tübingen 1,08 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Tübingen hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Tübingen auf?

2.152 Batteriespeicher ergänzen die PV-Anlagen in Tübingen – eine Quote von 46 %. Wer hier Solar installiert, investiert häufig auch in Speicher, um den eigenen Strom rund um die Uhr nutzen zu können.

Überblick

Aktuell erzeugen 4.715 Solaranlagen in Tübingen eine Leistung von 64,4 MW. Gemessen am Bundesdurchschnitt gibt es hier noch erhebliche Ausbaureserven – jedes neue Dach und jede Freifläche kann die Bilanz verbessern.

Einordnung

Im Vergleich innerhalb des Landkreises Tübingen steht Tübingen auf Platz 15 von 15. Bei gezieltem Ausbau ist ein besseres Ranking erreichbar. Im deutschlandweiten Vergleich besteht noch Aufholbedarf. Die gute Nachricht: Fallende Modulpreise machen den Einstieg in Solar so günstig wie nie.

Gemeinden im Landkreis Tübingen

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

Tübingen vergleichen

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Solaranlage planen in Tübingen: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

13,7 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

46 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

681 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

In einer Mittelstadt wie Tübingen prägen Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen die Dachlandschaft: 67 % der registrierten Anlagen sind Heimanlagen mit 2 bis 30 kWp, im Mittel 10,0 kWp. Mit 1.337 Steckersolargeräten (328 neu in zwölf Monaten) ist das Balkonkraftwerk auch in Tübingen angekommen, typischerweise dort, wo kein eigenes Dach zur Verfügung steht. Die Speicherquote von 46 % bewegt sich im Bereich des Bundesdurchschnitts; Speicher sind in Tübingen verbreitet, aber kein Automatismus.

Zubau findet in Tübingen derzeit kaum statt: 681 neue Anlagen mit 6,2 MW in zwölf Monaten, 68 Watt je Einwohner und damit weit unter dem Bundeswert, unter dem Tempo Baden-Württembergs. Gegenüber den zwölf Monaten davor ist der Zubau um 15 % zurückgegangen.

In Baden-Württemberg gilt eine Solarpflicht bei Neubauten und bei grundlegenden Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

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Welche Postleitzahlen gehören zu Tübingen?

7207072072720747207672108

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Tübingen — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Tübingen gibt es laut solarzubau.de aktuell 4.715 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 64,4 MW. Das entspricht 0,70 kW pro Einwohner.
2.152 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 45,6 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Tübingen [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-tuebingen/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Tübingen installiert?

In Tübingen sind 64,4 MW PV-Leistung in 4.715 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 15 von 15 im Landkreis Tübingen. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 92.322 Einwohner entspricht der Bestand 0,70 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Tübingen im Vergleich da?

Mit 0,70 kW pro Einwohner liegt Tübingen unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Tübingen belegt Tübingen Platz 15 von 15. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Tübingen?

In Tübingen sind 2.152 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 45,6 % bezogen auf die Solaranlagen. Tübingen liegt damit im Bereich des Bundesdurchschnitts. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Tübingen?

In den letzten 12 Monaten wurden in Tübingen 6,2 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 681 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 68 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und weniger als Baden-Württemberg insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 10 Prozent – rund 10 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Tübingen üblich?

Eine typische Dachanlage in Tübingen hat 10,0 kWp; das ist der Durchschnitt der 3.151 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 67 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Mittelstadt wie Tübingen stehen dahinter überwiegend Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 34 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 1.337 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Tübingen?

Tübingen liegt im Landkreis Tübingen im Bundesland Baden-Württemberg. Im Landkreis Tübingen gibt es insgesamt 15 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Tübingen?

In Tübingen entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 328 neuen Anlagen und 3,8 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 17 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Tübingen?

In Tübingen wurden in den letzten 12 Monaten 328 Balkonkraftwerke registriert (398 kW). Das sind +15 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Tübingen?

In Tübingen wurden in den letzten 12 Monaten 681 neue Solaranlagen mit insgesamt 6,2 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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