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35 % vom Ø
Aufholpotenzial
⚡ Speicher-Vorreiter

Gemeinde in Nordrhein-Westfalen · Rhein-Erft-Kreis

Photovoltaik in Brühl

Solaranlagen
2.742 Anlagen
Installierte Leistung
24,6 MW installiert
Leistung pro Einwohner
0,54 kW pro Kopf

65 % unter Bundesdurchschnitt

2.742 Anlagen mit 24,6 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Brühl?

Brühl, Landkreis Rhein-Erft-Kreis in Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit Stand 2026-10-27 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 24,6 MW, verteilt auf 2.742 Anlagen – von privaten Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen, laufend aktualisiert aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dem amtlichen Register aller Solaranlagen in Deutschland. Umgerechnet auf die 45.555 Einwohner sind das 0,54 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – Brühl liegt damit 65 % unter dem Bundeswert. Im Vergleich der 10 Regionen in diesem Umfeld belegt Brühl damit Platz 9 – ein Platz im hinteren Feld mit erkennbarem Aufholpotenzial. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 2,8 MW, das entspricht etwa 11 % der heutigen Gesamtleistung. Die Speicherquote von 56 % und eine mittlere Anlagengröße von 9,0 kW zeichnen zusammen das Bild der örtlichen Anlagenstruktur – von der Balkonanlage bis zum Gewerbedach. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

0,54

kW
▼ -65 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

55,6

%

1.525 Speicher bei 2.742 Anlagen

Installiert

24,6 MW

Zubau 12 Mon.

2,8 MW

+11 %

Solaranlagen

2.742

Einwohner

45.555

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Brühl?

Segmentierter PV-Zubau in Brühl — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Brühl setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+11 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +11 %
  • Heimsegment▼ -3 %
  • Gewerbe▼ -72 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Brühl: 2.753 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
02754November 2025: 7 kW, Vorjahr 11 kWDezember 2025: 17 kW, Vorjahr 3 kWJanuar 2026: 10 kW, Vorjahr 7 kWFebruar 2026: 15 kW, Vorjahr 13 kWMärz 2026: 32 kW, Vorjahr 24 kWApril 2026: 54 kW, Vorjahr 27 kWMai 2026: 38 kW, Vorjahr 25 kWJuni 2026: 25 kW, Vorjahr 35 kWJuli 2026: 21 kW, Vorjahr 31 kWAugust 2026: 29 kW, Vorjahr 30 kWSeptember 2026: 13 kW, Vorjahr 21 kWOktober 2026: 5 kW, Vorjahr 12 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0135270November 2025: 217 kW, Vorjahr 183 kWDezember 2025: 180 kW, Vorjahr 168 kWJanuar 2026: 66 kW, Vorjahr 183 kWFebruar 2026: 78 kW, Vorjahr 139 kWMärz 2026: 159 kW, Vorjahr 168 kWApril 2026: 205 kW, Vorjahr 161 kWMai 2026: 205 kW, Vorjahr 114 kWJuni 2026: 146 kW, Vorjahr 166 kWJuli 2026: 252 kW, Vorjahr 197 kWAugust 2026: 252 kW, Vorjahr 189 kWSeptember 2026: 159 kW, Vorjahr 254 kWOktober 2026: 200 kW, Vorjahr 270 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
0134268November 2025: 0 kW, Vorjahr 83 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 41 kW, Vorjahr 268 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 100 kWApril 2026: 77 kWMai 2026: 0 kW, Vorjahr 87 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 194 kWAugust 2026: 0 kW, Vorjahr 36 kWSeptember 2026: 0 kW, Vorjahr 38 kWOktober 2026: 31 kW, Vorjahr 189 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
0510November 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 10 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
187 264 kW +11 %
Heimsegment
2–30 kWp
226 2,1 MW -3 %
Gewerbe
>30 kWp
5 249 kW -72 %
Freifläche
Freifläche
1 10 kW —
Gesamt 425 2,8 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Brühl zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Brühl, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Brühl 335 Speicher mit zusammen 2,5 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 7,6 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +19 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+5 %
Anlagen
239
Kapazität
1,3 MWh
Ø/Anlage
5,3 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+19 %
Anlagen
92
Kapazität
1,2 MWh
Ø/Anlage
12,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
1
Kapazität
62 kWh
Ø/Anlage
62 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
335
Kapazität
2,5 MWh
Ø/Anlage
7,6 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Brühl im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Brühl 0,54 kW
Ø Rhein-Erft-Kreis 1,08 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Brühl hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Brühl auf?

Mit einer Speicherquote von 56 % gehört Brühl zu den Regionen, in denen Batteriespeicher fast zum Standard gehören – 1.525 Systeme sind bereits installiert.

Überblick

In Brühl stehen bislang 2.742 Solaranlagen mit insgesamt 24,6 MW. Das liegt noch unter dem Bundesdurchschnitt, zeigt aber zugleich das Potenzial, das in der Region steckt.

Einordnung

Brühl rangiert auf Platz 9 von 10 im Landkreis Rhein-Erft-Kreis – der Landesvergleich zeigt noch ungenutztes Ausbaupotenzial. Bundesweit betrachtet liegt Brühl mit 0,54 kW pro Kopf noch unter dem Durchschnitt – hier ist spürbar Luft nach oben.

Gemeinden im Landkreis Rhein-Erft-Kreis

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

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Solaranlage planen in Brühl: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

9,0 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

56 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

425 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

In einer Mittelstadt wie Brühl prägen Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen die Dachlandschaft: 65 % der registrierten Anlagen sind Heimanlagen mit 2 bis 30 kWp, im Mittel 9,0 kWp. 873 Balkonkraftwerke sind registriert, 187 davon kamen in den letzten zwölf Monaten hinzu; für Mieter und Eigentumswohnungen ist das der übliche Einstieg. Mit einer Speicherquote von 56 % liegt Brühl weit über dem Bundeswert von rund 40 %; wer hier eine Anlage plant, rechnet in der Regel von Anfang an mit Batterie.

Mit 60 Watt je Einwohner in zwölf Monaten (425 Anlagen, 2,8 MW) gehört Brühl zu den ausbauschwachen Orten, deutlich unter Bundesschnitt und unter dem Tempo Nordrhein-Westfalens. Gegenüber den zwölf Monaten davor ist der Zubau um 21 % zurückgegangen.

In Nordrhein-Westfalen gilt eine Solarpflicht bei Neubauten, ab 2026 auch bei Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

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Welche Postleitzahl gehört zu Brühl?

50321

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Brühl — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Brühl gibt es laut solarzubau.de aktuell 2.742 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 24,6 MW. Das entspricht 0,54 kW pro Einwohner.
1.525 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 55,6 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Brühl [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-bruehl-nw/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Brühl installiert?

In Brühl sind 24,6 MW PV-Leistung in 2.742 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 9 von 10 im Landkreis Rhein-Erft-Kreis. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 45.555 Einwohner entspricht der Bestand 0,54 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Brühl im Vergleich da?

Mit 0,54 kW pro Einwohner liegt Brühl unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Rhein-Erft-Kreis belegt Brühl Platz 9 von 10. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Brühl?

In Brühl sind 1.525 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 55,6 % bezogen auf die Solaranlagen. In Brühl ist der Speicher damit die Regel und nicht die Ergänzung; die Quote liegt rund 16 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Brühl?

In den letzten 12 Monaten wurden in Brühl 2,8 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 425 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 60 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und weniger als Nordrhein-Westfalen insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 11 Prozent – rund 11 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Brühl üblich?

Eine typische Dachanlage in Brühl hat 9,0 kWp; das ist der Durchschnitt der 1.790 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 65 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Mittelstadt wie Brühl stehen dahinter überwiegend Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 31 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 873 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Brühl?

Brühl liegt im Landkreis Rhein-Erft-Kreis im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Landkreis Rhein-Erft-Kreis gibt es insgesamt 10 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Brühl?

In Brühl entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 226 neuen Anlagen und 2,1 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Balkonkraftwerk-Segment mit 187 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Brühl?

In Brühl wurden in den letzten 12 Monaten 187 Balkonkraftwerke registriert (264 kW). Das sind +11 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Brühl?

In Brühl wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (10 kW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Brühl?

In Brühl wurden in den letzten 12 Monaten 425 neue Solaranlagen mit insgesamt 2,8 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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