Amortisationszeit
Die Amortisationszeit einer Photovoltaikanlage liegt in Deutschland bei 8–12 Jahren ohne Speicher und 10–14 Jahren mit Speicher. Der wichtigste Faktor ist die Eigenverbrauchsquote.
Was ist die Amortisationszeit?
Die Amortisationszeit gibt an, nach wie vielen Jahren sich die Investition in eine Photovoltaikanlage durch eingesparten und eingespeisten Strom refinanziert hat. Ab diesem Zeitpunkt erwirtschaftet die Anlage einen Gewinn.
Typische Amortisationszeiten
| Konfiguration | Amortisation | Gesamtkosten |
|---|---|---|
| 10 kWp ohne Speicher | 8–12 Jahre | 9.000–12.000 € |
| 10 kWp mit 10-kWh-Speicher | 10–14 Jahre | 15.000–20.000 € |
| Balkonkraftwerk (800 W) | 2–4 Jahre | 400–700 € |
Einflussfaktoren
Die wichtigsten Stellschrauben:
- Eigenverbrauchsquote: Je mehr Solarstrom selbst verbraucht wird, desto schneller die Amortisation (30 ct/kWh gespart statt 8 ct/kWh eingespeist)
- Anlagenkosten: Seit 2020 um rund 30 % gesunken
- Strompreis: Höhere Strompreise = schnellere Amortisation
- Standort und Ausrichtung: Süddeutschland + Südausrichtung = höherer Ertrag
- Förderungen: KfW-Kredite, kommunale Zuschüsse
Wirtschaftlichkeit über die Lebensdauer
Bei einer Lebensdauer von 25–30 Jahren und einer Amortisation nach 10 Jahren erwirtschaftet eine 10-kWp-Anlage über die Restlaufzeit einen Gewinn von 15.000–25.000 €. Die jährliche Rendite liegt typischerweise bei 4–8 % — deutlich über aktuellen Festgeldzinsen.