Mieterstrom
Mieterstrom ist ein Modell, bei dem Solarstrom vom Dach eines Mehrfamilienhauses direkt an die Mieter im Gebäude verkauft wird — ohne den Umweg über das öffentliche Netz. Der Mieterstromzuschlag ergänzt die Erlöse.
Hinweis: Dieser Beitrag informiert allgemein und ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung. Gesetze, Fördersätze und Fristen ändern sich; maßgeblich ist der jeweils aktuelle Gesetzestext bzw. die Auskunft der zuständigen Stelle.
Was ist Mieterstrom?
Mieterstrom ermöglicht es, Solarstrom vom Dach eines Mehrfamilienhauses direkt an die Bewohner zu liefern. Der Strom wird im Gebäude erzeugt und verbraucht, ohne das öffentliche Netz zu nutzen. Überschüsse werden eingespeist, bei Mehrbedarf wird aus dem Netz bezogen.
Vorteile
- Mieter: Günstigerer Strom als vom Grundversorger (max. 90 % des Grundversorgertarifs)
- Vermieter/Betreiber: Erlöse aus Stromverkauf + Mieterstromzuschlag
- Umwelt: Kurze Wege, geringere Netzverluste
Vergütung
| Komponente | Betrag |
|---|---|
| Stromverkauf an Mieter | 20–28 ct/kWh |
| Mieterstromzuschlag (EEG) | ~2,7 ct/kWh |
| Überschuss-Einspeisung | 7–10 ct/kWh |
Herausforderungen
- Hoher bürokratischer Aufwand: Stromliefervertrag, Abrechnung, Messkonzept
- Wirtschaftlichkeit erst ab ~10 Wohneinheiten realistisch
- Mieterbeteiligung: Nicht alle Mieter nehmen teil — Reststrombezug muss organisiert werden
- Dienstleister notwendig: Die meisten Vermieter lagern an spezialisierte Anbieter aus