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Solar-Vorreiter
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Gemeinde in Baden-Württemberg · Main-Tauber-Kreis

Photovoltaik in Tauberbischofsheim

Solaranlagen
1.567 Anlagen
Installierte Leistung
44,3 MW installiert
Leistung pro Einwohner
3,29 kW pro Kopf

2,1× über Bundesdurchschnitt

Solar-Vorreiter – mehr als doppelt so viel Solarleistung pro Kopf wie im Bundesdurchschnitt

Wie viele Solaranlagen gibt es in Tauberbischofsheim?

Tauberbischofsheim, Landkreis Main-Tauber-Kreis in Baden-Württemberg kommt mit Stand 2026-10-27 auf 1.567 Solaranlagen und 44,3 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Bei 13.445 Einwohnern entspricht das 3,29 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, Tauberbischofsheim liegt damit 111 % über dem Bundeswert. Das reicht für Platz 13 von 18 im regionalen Vergleich, ein Wert im hinteren Drittel. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 23,1 MW neue Leistung hinzu – rund 52 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Die Speicherquote von 45 % und eine mittlere Anlagengröße von 28 kW zeichnen zusammen das Bild der örtlichen Anlagenstruktur – von der Balkonanlage bis zum Gewerbedach. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

3,29

kW
▲ +111 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

45,2

%

708 Speicher bei 1.567 Anlagen

Installiert

44,3 MW

Zubau 12 Mon.

23,1 MW

+52 %

Solaranlagen

1.567

Einwohner

13.445

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Tauberbischofsheim?

Segmentierter PV-Zubau in Tauberbischofsheim — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

In Tauberbischofsheim wächst das Gewerbe-Segment am stärksten (+73 % vs. Vorjahr). Freifläche bleibt der Zubau-Motor.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Gewerbe-Anlagen am stärksten zu (+73 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +10 %
  • Heimsegment▼ -14 %
  • Gewerbe▲ +73 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Tauberbischofsheim: 23.117 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0917November 2025: 9 kW, Vorjahr 4 kWDezember 2025: 8 kW, Vorjahr 4 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 3 kWFebruar 2026: 7 kW, Vorjahr 4 kWMärz 2026: 10 kW, Vorjahr 10 kWApril 2026: 17 kW, Vorjahr 7 kWMai 2026: 17 kW, Vorjahr 16 kWJuni 2026: 8 kW, Vorjahr 15 kWJuli 2026: 17 kW, Vorjahr 13 kWAugust 2026: 10 kW, Vorjahr 14 kWSeptember 2026: 6 kW, Vorjahr 5 kWOktober 2026: 4 kW, Vorjahr 7 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
097194November 2025: 89 kW, Vorjahr 131 kWDezember 2025: 75 kW, Vorjahr 121 kWJanuar 2026: 103 kW, Vorjahr 171 kWFebruar 2026: 43 kW, Vorjahr 17 kWMärz 2026: 73 kW, Vorjahr 59 kWApril 2026: 23 kW, Vorjahr 83 kWMai 2026: 66 kW, Vorjahr 142 kWJuni 2026: 126 kW, Vorjahr 77 kWJuli 2026: 54 kW, Vorjahr 129 kWAugust 2026: 127 kW, Vorjahr 86 kWSeptember 2026: 194 kW, Vorjahr 72 kWOktober 2026: 89 kW, Vorjahr 150 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
05031kNovember 2025: 1.005 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 100 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kW, Vorjahr 59 kWJuni 2026: 65 kW, Vorjahr 482 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 39 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
010k20kNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 986 kW, Vorjahr 201 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 19.828 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
80 113 kW +10 %
Heimsegment
2–30 kWp
79 1,1 MW -14 %
Gewerbe
>30 kWp
4 1,1 MW +73 %
Freifläche
Freifläche
3 20,8 MW —
Gesamt 168 23,1 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Tauberbischofsheim zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Tauberbischofsheim, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Tauberbischofsheim 127 Speicher mit zusammen 1,2 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9,1 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +23 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
-6 %
Anlagen
78
Kapazität
423 kWh
Ø/Anlage
5,4 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+23 %
Anlagen
48
Kapazität
705 kWh
Ø/Anlage
14,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
1
Kapazität
30 kWh
Ø/Anlage
30 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
127
Kapazität
1,2 MWh
Ø/Anlage
9,1 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Tauberbischofsheim im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Tauberbischofsheim 3,29 kW
Ø Main-Tauber-Kreis 4,81 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Tauberbischofsheim hat pro Kopf deutlich mehr Solarleistung installiert als der Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Tauberbischofsheim auf?

708 Batteriespeicher ergänzen die PV-Anlagen in Tauberbischofsheim – eine Quote von 45 %. Wer hier Solar installiert, investiert häufig auch in Speicher, um den eigenen Strom rund um die Uhr nutzen zu können.

Überblick

Mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnitts: In Tauberbischofsheim kommen auf jeden Einwohner 3,29 kW Solarleistung. 1.567 Anlagen mit insgesamt 44,3 MW zeigen, wie weit die Energiewende hier bereits fortgeschritten ist.

Einordnung

Innerhalb des Landkreises Main-Tauber-Kreis belegt Tauberbischofsheim Platz 13 von 18 – ganze 126 % über dem Landesdurchschnitt. Bundesweit betrachtet gehört Tauberbischofsheim mit 3,29 kW pro Einwohner zu den solarstärkeren Kommunen Deutschlands.

Gemeinden im Landkreis Main-Tauber-Kreis

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

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Solaranlage planen in Tauberbischofsheim: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

28,3 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

45 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

168 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

Tauberbischofsheim ist eine Kleinstadt; den Bestand prägen Ein- und Zweifamilienhäuser, ergänzt um Gewerbehallen am Ortsrand. 75 % der Anlagen liegen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, eine typische Dachanlage hat hier 10,9 kWp. 55 % der Leistung stammen aus Freiflächenanlagen; die Pro-Kopf-Zahl des Ortes sagt deshalb wenig über die Belegung der Dächer. Die Speicherquote von 45 % bewegt sich im Bereich des Bundesdurchschnitts; Speicher sind in Tauberbischofsheim verbreitet, aber kein Automatismus.

Der Zubau der letzten zwölf Monate (168 Anlagen, 23,1 MW) geht überwiegend auf Freiflächen- und Gewerbeprojekte zurück; bei 13.445 Einwohnern sagt eine Pro-Kopf-Zahl hier nichts über die Dächer aus. Gegenüber den zwölf Monaten davor hat sich der Zubau vervielfacht.

In Baden-Württemberg gilt eine Solarpflicht bei Neubauten und bei grundlegenden Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

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Welche Postleitzahl gehört zu Tauberbischofsheim?

97941

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Tauberbischofsheim — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Tauberbischofsheim gibt es laut solarzubau.de aktuell 1.567 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 44,3 MW. Das entspricht 3,29 kW pro Einwohner.
708 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 45,2 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Tauberbischofsheim [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-tauberbischofsheim/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Tauberbischofsheim installiert?

In Tauberbischofsheim sind 44,3 MW PV-Leistung in 1.567 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 13 von 18 im Landkreis Main-Tauber-Kreis. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 13.445 Einwohner entspricht der Bestand 3,29 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Tauberbischofsheim im Vergleich da?

Mit 3,29 kW pro Einwohner liegt Tauberbischofsheim über dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Solar-Vorreiter" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Main-Tauber-Kreis belegt Tauberbischofsheim Platz 13 von 18. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Tauberbischofsheim?

In Tauberbischofsheim sind 708 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 45,2 % bezogen auf die Solaranlagen. Tauberbischofsheim liegt damit im Bereich des Bundesdurchschnitts. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Tauberbischofsheim?

In den letzten 12 Monaten wurden in Tauberbischofsheim 23,1 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 168 neue Anlagen. Je Einwohner ist das ein Vielfaches des Bundesdurchschnitts, geprägt von einzelnen Großanlagen und nicht von Hausdächern. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 52 Prozent – rund 52 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Tauberbischofsheim üblich?

Eine typische Dachanlage in Tauberbischofsheim hat 10,9 kWp; das ist der Durchschnitt der 1.174 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 75 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Kleinstadt wie Tauberbischofsheim stehen dahinter überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, ergänzt um Gewerbehallen am Ortsrand. Freiflächenanlagen stellen zusätzlich 55 % der Leistung, sie verzerren den Gesamtdurchschnitt nach oben, sagen aber nichts über ein Hausdach aus. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 320 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Tauberbischofsheim?

Tauberbischofsheim liegt im Landkreis Main-Tauber-Kreis im Bundesland Baden-Württemberg. Im Landkreis Main-Tauber-Kreis gibt es insgesamt 18 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Tauberbischofsheim?

In Tauberbischofsheim entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 3 neuen Anlagen und 20,8 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 4 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Tauberbischofsheim?

In Tauberbischofsheim wurden in den letzten 12 Monaten 80 Balkonkraftwerke registriert (113 kW). Das sind +10 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Tauberbischofsheim?

In Tauberbischofsheim wurden in den letzten 12 Monaten 3 Freiflächenanlagen zugebaut (20,8 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Tauberbischofsheim?

In Tauberbischofsheim wurden in den letzten 12 Monaten 168 neue Solaranlagen mit insgesamt 23,1 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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