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73 % vom Ø
Aufholpotenzial

Gemeinde in Nordrhein-Westfalen · Paderborn

Photovoltaik in Paderborn

Solaranlagen
11.513 Anlagen
Installierte Leistung
177,0 MW installiert
Leistung pro Einwohner
1,13 kW pro Kopf

27 % unter Bundesdurchschnitt

11.513 Anlagen mit 177,0 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Paderborn?

Paderborn in Nordrhein-Westfalen verzeichnet mit Stand 2026-10-27 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 177,0 MW, verteilt auf 11.513 Anlagen – von privaten Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen, laufend aktualisiert aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dem amtlichen Register aller Solaranlagen in Deutschland. Bei 156.378 Einwohnern entspricht das 1,13 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, Paderborn liegt damit 27 % unter dem Bundeswert. Das reicht für Platz 10 von 10 im regionalen Vergleich, ein Wert im hinteren Drittel. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 15,8 MW neue Leistung hinzu – rund 9 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Die Speicherquote von 41 % und eine mittlere Anlagengröße von 15 kW zeichnen zusammen das Bild der örtlichen Anlagenstruktur – von der Balkonanlage bis zum Gewerbedach. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

1,13

kW
▼ -27 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

40,8

%

4.693 Speicher bei 11.513 Anlagen

Installiert

177,0 MW

Zubau 12 Mon.

15,8 MW

+9 %

Solaranlagen

11.513

Einwohner

156.378

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Paderborn?

Segmentierter PV-Zubau in Paderborn — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Paderborn setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+7 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +7 %
  • Heimsegment▲ +1 %
  • Gewerbe▼ -43 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Paderborn: 15.799 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
057113November 2025: 30 kW, Vorjahr 57 kWDezember 2025: 35 kW, Vorjahr 17 kWJanuar 2026: 33 kW, Vorjahr 33 kWFebruar 2026: 25 kW, Vorjahr 43 kWMärz 2026: 106 kW, Vorjahr 70 kWApril 2026: 113 kW, Vorjahr 82 kWMai 2026: 98 kW, Vorjahr 84 kWJuni 2026: 99 kW, Vorjahr 82 kWJuli 2026: 98 kW, Vorjahr 97 kWAugust 2026: 80 kW, Vorjahr 82 kWSeptember 2026: 49 kW, Vorjahr 68 kWOktober 2026: 26 kW, Vorjahr 24 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
09262kNovember 2025: 681 kW, Vorjahr 923 kWDezember 2025: 1.851 kW, Vorjahr 1.017 kWJanuar 2026: 486 kW, Vorjahr 1.060 kWFebruar 2026: 456 kW, Vorjahr 838 kWMärz 2026: 808 kW, Vorjahr 815 kWApril 2026: 957 kW, Vorjahr 769 kWMai 2026: 768 kW, Vorjahr 1.023 kWJuni 2026: 927 kW, Vorjahr 770 kWJuli 2026: 1.354 kW, Vorjahr 983 kWAugust 2026: 649 kW, Vorjahr 690 kWSeptember 2026: 817 kW, Vorjahr 789 kWOktober 2026: 734 kW, Vorjahr 693 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
06491kNovember 2025: 267 kW, Vorjahr 345 kWDezember 2025: 254 kW, Vorjahr 1.297 kWJanuar 2026: 599 kW, Vorjahr 1.007 kWFebruar 2026: 166 kW, Vorjahr 154 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 313 kW, Vorjahr 179 kWMai 2026: 348 kW, Vorjahr 797 kWJuni 2026: 0 kW, Vorjahr 1.197 kWJuli 2026: 1.083 kW, Vorjahr 265 kWAugust 2026: 99 kW, Vorjahr 158 kWSeptember 2026: 211 kW, Vorjahr 201 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 280 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
02k4kNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 905 kW, Vorjahr 924 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kW, Vorjahr 4.204 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
590 793 kW +7 %
Heimsegment
2–30 kWp
820 10,5 MW +1 %
Gewerbe
>30 kWp
27 3,3 MW -43 %
Freifläche
Freifläche
1 905 kW —
Gesamt 1.455 15,8 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Paderborn zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Paderborn, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Paderborn 1.069 Speicher mit zusammen 10,2 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9,5 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Gewerbespeicher mit einem Plus von +305 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
-5 %
Anlagen
658
Kapazität
3,7 MWh
Ø/Anlage
5,6 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+20 %
Anlagen
389
Kapazität
5,1 MWh
Ø/Anlage
13 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
+305 %
Anlagen
11
Kapazität
1,3 MWh
Ø/Anlage
118,1 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
1.069
Kapazität
10,2 MWh
Ø/Anlage
9,5 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Paderborn im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Paderborn 1,13 kW
Ø Paderborn 1,87 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Paderborn hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Paderborn auf?

Auffällig hoch: 41 % aller Solaranlagen in Paderborn laufen mit Batteriespeicher. Das deutet auf eine bewusste Eigenverbrauchsstrategie der Anlagenbetreiber hin.

Überblick

Aktuell erzeugen 11.513 Solaranlagen in Paderborn eine Leistung von 177,0 MW. Gemessen am Bundesdurchschnitt gibt es hier noch erhebliche Ausbaureserven – jedes neue Dach und jede Freifläche kann die Bilanz verbessern.

Einordnung

Paderborn positioniert sich im Landkreis Paderborn auf Platz 10 von 10 – ein Wert über dem Landesmittel. Im deutschlandweiten Vergleich besteht noch Aufholbedarf. Die gute Nachricht: Fallende Modulpreise machen den Einstieg in Solar so günstig wie nie.

Gemeinden im Landkreis Paderborn

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

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Solaranlage planen in Paderborn: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

15,4 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

41 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

1.455 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

Paderborn ist eine Großstadt; den Bestand prägen Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke. 73 % der Anlagen liegen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, eine typische Dachanlage hat hier 11,0 kWp. Mit 2.533 Steckersolargeräten (590 neu in zwölf Monaten) ist das Balkonkraftwerk auch in Paderborn angekommen, typischerweise dort, wo kein eigenes Dach zur Verfügung steht. Die Speicherquote von 41 % bewegt sich im Bereich des Bundesdurchschnitts; Speicher sind in Paderborn verbreitet, aber kein Automatismus.

Zubau findet in Paderborn derzeit kaum statt: 1.455 neue Anlagen mit 15,8 MW in zwölf Monaten, 101 Watt je Einwohner und damit weit unter dem Bundeswert, unter dem Tempo Nordrhein-Westfalens. Gegenüber den zwölf Monaten davor ist der Zubau um 30 % zurückgegangen.

In Nordrhein-Westfalen gilt eine Solarpflicht bei Neubauten, ab 2026 auch bei Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

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Welche Postleitzahlen gehören zu Paderborn?

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Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Paderborn — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Paderborn gibt es laut solarzubau.de aktuell 11.513 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 177,0 MW. Das entspricht 1,13 kW pro Einwohner.
4.693 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 40,8 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Paderborn [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-paderborn/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Paderborn installiert?

In Paderborn sind 177,0 MW PV-Leistung in 11.513 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 10 von 10 im Landkreis Paderborn. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 156.378 Einwohner entspricht der Bestand 1,13 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Paderborn im Vergleich da?

Mit 1,13 kW pro Einwohner liegt Paderborn unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Paderborn belegt Paderborn Platz 10 von 10. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Paderborn?

In Paderborn sind 4.693 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 40,8 % bezogen auf die Solaranlagen. Paderborn liegt damit im Bereich des Bundesdurchschnitts. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Paderborn?

In den letzten 12 Monaten wurden in Paderborn 15,8 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 1.455 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 101 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und weniger als Nordrhein-Westfalen insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 9 Prozent – rund 9 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Paderborn üblich?

Eine typische Dachanlage in Paderborn hat 11,0 kWp; das ist der Durchschnitt der 8.357 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 73 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Großstadt wie Paderborn stehen dahinter überwiegend Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 38 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 2.533 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Paderborn?

Paderborn liegt im Landkreis Paderborn im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Landkreis Paderborn gibt es insgesamt 10 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Paderborn?

In Paderborn entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 820 neuen Anlagen und 10,5 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 27 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Paderborn?

In Paderborn wurden in den letzten 12 Monaten 590 Balkonkraftwerke registriert (793 kW). Das sind +7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Paderborn?

In Paderborn wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (905 kW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Paderborn?

In Paderborn wurden in den letzten 12 Monaten 1.455 neue Solaranlagen mit insgesamt 15,8 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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