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392 % vom Ø
Solar-Vorreiter
↑ Aufsteiger

Landkreis in Mecklenburg-Vorpommern

Photovoltaik im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Solaranlagen
16.466 Anlagen
Installierte Leistung
1.507,0 MW installiert
Leistung pro Einwohner
6,12 kW pro Kopf

3,9× über Bundesdurchschnitt

Solar-Vorreiter – mehr als doppelt so viel Solarleistung pro Kopf wie im Bundesdurchschnitt

Rang 1 von 8
Zubau-Rang 1 von 8
Vergleichen →

Der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte in Mecklenburg-Vorpommern kommt mit Stand 2026-10-27 auf 16.466 Solaranlagen und 1.507,0 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Umgerechnet auf die 246.318 Einwohner sind das 6,12 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte liegt damit ein Vielfaches des bundesweiten Durchschnitts (3,9-fach) – meist ein Zeichen für eine oder mehrere große Freiflächenanlagen bei vergleichsweise wenigen Einwohnern. Im Vergleich der 8 Regionen in diesem Umfeld belegt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte damit Platz 1 – ein Platz im vorderen Feld. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 444,0 MW, das entspricht etwa 29 % der heutigen Gesamtleistung. Die Speicherquote von 40 % und eine mittlere Anlagengröße von 92 kW zeichnen zusammen das Bild der örtlichen Anlagenstruktur – von der Balkonanlage bis zum Gewerbedach. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

6,12

kW
▲ +292 % vs. Bundesdurchschnitt

Sehr hohe Speicherquote

40,2

%

6.621 Speicher bei 16.466 Anlagen

Installiert

1.507,0 MW

Zubau 12 Mon.

444,0 MW

+29 %

Solaranlagen

16.466

Speicher

6.621

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Mecklenburgische Seenplatte?

Segmentierter PV-Zubau in Mecklenburgische Seenplatte — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Freifläche-Anlagen sind der Gewinner in Mecklenburgische Seenplatte: +898 % gegenüber dem Vorjahr.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Freifläche-Anlagen am stärksten zu (+898 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +4 %
  • Heimsegment▼ -12 %
  • Gewerbe▼ -50 %
  • Freifläche▲ +898 %

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Mecklenburgische Seenplatte: 444.036 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0128256November 2025: 108 kW, Vorjahr 75 kWDezember 2025: 64 kW, Vorjahr 55 kWJanuar 2026: 57 kW, Vorjahr 78 kWFebruar 2026: 50 kW, Vorjahr 83 kWMärz 2026: 179 kW, Vorjahr 173 kWApril 2026: 256 kW, Vorjahr 210 kWMai 2026: 231 kW, Vorjahr 247 kWJuni 2026: 215 kW, Vorjahr 221 kWJuli 2026: 229 kW, Vorjahr 175 kWAugust 2026: 232 kW, Vorjahr 180 kWSeptember 2026: 148 kW, Vorjahr 166 kWOktober 2026: 77 kW, Vorjahr 114 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
06591kNovember 2025: 673 kW, Vorjahr 1.174 kWDezember 2025: 704 kW, Vorjahr 1.164 kWJanuar 2026: 590 kW, Vorjahr 1.153 kWFebruar 2026: 343 kW, Vorjahr 906 kWMärz 2026: 1.172 kW, Vorjahr 770 kWApril 2026: 867 kW, Vorjahr 965 kWMai 2026: 954 kW, Vorjahr 1.069 kWJuni 2026: 977 kW, Vorjahr 907 kWJuli 2026: 1.318 kW, Vorjahr 1.290 kWAugust 2026: 843 kW, Vorjahr 603 kWSeptember 2026: 1.031 kW, Vorjahr 713 kWOktober 2026: 646 kW, Vorjahr 759 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
03k6kNovember 2025: 144 kW, Vorjahr 2.208 kWDezember 2025: 2.121 kW, Vorjahr 2.854 kWJanuar 2026: 1.534 kW, Vorjahr 6.301 kWFebruar 2026: 35 kW, Vorjahr 1.108 kWMärz 2026: 217 kWApril 2026: 2.992 kW, Vorjahr 1.002 kWMai 2026: 146 kW, Vorjahr 1.375 kWJuni 2026: 1.193 kW, Vorjahr 570 kWJuli 2026: 505 kW, Vorjahr 2.666 kWAugust 2026: 246 kW, Vorjahr 422 kWSeptember 2026: 536 kW, Vorjahr 455 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 358 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
0131k263kNovember 2025: 262.768 kW, Vorjahr 6.683 kWDezember 2025: 28.671 kWJanuar 2026: 92.437 kW, Vorjahr 1.695 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 3.773 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kW, Vorjahr 2.776 kWMai 2026: 4.678 kW, Vorjahr 13.455 kWJuni 2026: 19.031 kW, Vorjahr 676 kWJuli 2026: 14.636 kW, Vorjahr 13.268 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
1.249 1,8 MW +4 %
Heimsegment
2–30 kWp
876 10,1 MW -12 %
Gewerbe
>30 kWp
58 9,7 MW -50 %
Freifläche
Freifläche
19 422,2 MW +898 %
Gesamt 2.222 444 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Mecklenburgische Seenplatte zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Mecklenburgische Seenplatte, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Mecklenburgische Seenplatte 1.567 Speicher mit zusammen 14,3 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9,1 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Gewerbespeicher mit einem Plus von +258 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+16 %
Anlagen
1.055
Kapazität
5 MWh
Ø/Anlage
4,7 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+11 %
Anlagen
472
Kapazität
6,8 MWh
Ø/Anlage
14,4 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
+258 %
Anlagen
26
Kapazität
2,4 MWh
Ø/Anlage
93,1 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
1.567
Kapazität
14,3 MWh
Ø/Anlage
9,1 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

292 % über dem Bundesdurchschnitt

Solarleistung pro Einwohner im Vergleich

Mecklenburgische Seenplatte 6,12 kW
Ø Mecklenburg-Vorpommern 3,52 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Mecklenburgische Seenplatte hat pro Kopf deutlich mehr Solarleistung installiert als der Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt auf?

6,12 kW pro Kopf – das reicht rechnerisch, um einen großen Teil des lokalen Stromverbrauchs abzudecken. Mecklenburgische Seenplatte zeigt, wie dezentrale Solarversorgung in der Praxis funktioniert.

Überblick

Mehr als das Doppelte des Bundesdurchschnitts: In Mecklenburgische Seenplatte kommen auf jeden Einwohner 6,12 kW Solarleistung. 16.466 Anlagen mit insgesamt 1.507,0 MW zeigen, wie weit die Energiewende hier bereits fortgeschritten ist.

Einordnung

Mit Platz 1 von 8 und 74 % Vorsprung auf den Landesdurchschnitt zählt Mecklenburgische Seenplatte zu den Vorreitern in Mecklenburg-Vorpommern. 6,12 kW pro Kopf heben Mecklenburgische Seenplatte auch im bundesweiten Vergleich klar von der Masse ab.

Bartow führt mit 263,3 MW

126 Gemeinden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Wo passiert der Zubau jetzt?

Top-5 Gemeinden nach Zubau der letzten 12 Monate im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Wie schneidet Mecklenburg-Vorpommern insgesamt ab?

Vergleiche alle 8 Landkreise und Städte in Mecklenburg-Vorpommern im vollständigen Ranking.

Mecklenburg-Vorpommern-Ranking ansehen →

Mecklenburgische Seenplatte gegen die Nachbarkreise

Direkter Vergleich mit den angrenzenden Kreisen: Leistung je Einwohner, Zubau der letzten zwölf Monate, Speicherquote.

Postleitzahlen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

17033170341703617039170871708917091170941709817099171091711117139171531715417159171661719217194172071720917213172141721717219172351723717248172521725517258173371734817349

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten im Kreis Mecklenburgische Seenplatte — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

Im Kreis Mecklenburgische Seenplatte gibt es laut solarzubau.de aktuell 16.466 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.507,0 MW. Das entspricht 6,12 kW pro Einwohner.
6.621 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 40,2 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Mecklenburgische Seenplatte [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-landkreis-mecklenburgische-seenplatte/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte installiert?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte (Mecklenburg-Vorpommern) sind aktuell 1.507,0 MW Photovoltaik-Leistung in 16.466 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt der Landkreis Platz 1 von 8 in Mecklenburg-Vorpommern. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 246.318 Einwohner entspricht der Bestand 6,12 kW pro Kopf.

Wie steht der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte im Vergleich da?

Mit 6,12 kW pro Einwohner liegt der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte über dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Region wird als „Solar-Vorreiter" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Regionen besser als die absolute Leistung, weil sie Einwohnerzahl und Siedlungsdichte herausrechnet. Sie hat aber eine Schwäche: Große Freiflächenanlagen schlagen in dünn besiedelten Kreisen stärker durch als in Ballungsräumen. Für eine belastbare Einordnung lohnt deshalb der zusätzliche Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und darauf, wie sich der Zubau auf Dach- und Freiflächenanlagen verteilt.

Wie hoch ist die Speicherquote im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte sind 6.621 Batteriespeicher registriert. Das entspricht einer Speicherquote von 40,2 % bezogen auf die 16.466 Solaranlagen. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung zielt. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind. Speicher werden im Marktstammdatenregister als eigene Einheit erfasst, weshalb sich die Quote überhaupt regional berechnen lässt.

Wie viel Solarzubau gab es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zuletzt?

In den letzten 12 Monaten wurden im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte 444,0 MW neue PV-Leistung installiert. Das entspricht rund 29 % des gesamten Anlagenbestands. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke.

Welche Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte hat die meiste Solarleistung?

Die solarstärkste Gemeinde im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte ist Bartow mit 263,3 MW installierter Leistung. Insgesamt gehören 126 Gemeinden zum Landkreis. Die absolute Leistung sagt dabei zunächst wenig über die Ausbaugeschwindigkeit aus: Größere Gemeinden führen die Liste fast zwangsläufig an, weil sie mehr Dächer und mehr Fläche haben. Aussagekräftiger für einen fairen Vergleich ist die Leistung pro Einwohner, nach der auf dieser Seite das Ranking der Gemeinden sortiert ist. Eine einzelne Freiflächenanlage kann eine kleine Gemeinde dort allerdings weit nach oben tragen, ohne dass die Hausdächer stärker belegt wären.

In welchem Bundesland liegt Mecklenburgische Seenplatte?

Mecklenburgische Seenplatte ist ein Landkreis im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern. Mecklenburg-Vorpommern hat insgesamt 8 Landkreise und kreisfreie Städte. Auf der Bundesland-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Jede Anlage ist damit genau einer Gemeinde zugeordnet und jede Gemeinde genau einem Kreis, weshalb sich die Zahlen sauber zu Kreis-, Landes- und Bundeswerten aufsummieren lassen.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 19 neuen Anlagen und 422,2 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 876 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden in den letzten 12 Monaten 1.249 Balkonkraftwerke registriert (1,8 MW). Das sind +4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden in den letzten 12 Monaten 19 Freiflächenanlagen zugebaut (422,2 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte?

Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte wurden in den letzten 12 Monaten 2.222 neue Solaranlagen mit insgesamt 444 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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