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Aufholpotenzial
⚡ Speicher-Vorreiter

Gemeinde in Hamburg · Hamburg

Photovoltaik in Hamburg

Solaranlagen
33.586 Anlagen
Installierte Leistung
316,1 MW installiert
Leistung pro Einwohner
0,17 kW pro Kopf

89 % unter Bundesdurchschnitt

33.586 Anlagen mit 316,1 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Hamburg?

Hamburg, kreisfreie Stadt (Hamburg) zählt mit Stand 2026-10-27 33.586 Photovoltaik-Anlagen mit zusammen 316,1 MW Leistung – Daten, die direkt aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stammen, dort meldepflichtig sind und regelmäßig aktualisiert werden. Umgerechnet auf die 1.862.565 Einwohner sind das 0,17 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – Hamburg liegt damit 89 % unter dem Bundeswert. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 70,1 MW, das entspricht etwa 22 % der heutigen Gesamtleistung. Von den registrierten Anlagen sind 55 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 9,4 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

0,17

kW
▼ -89 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

55,4

%

18.623 Speicher bei 33.586 Anlagen

Installiert

316,1 MW

Zubau 12 Mon.

70,1 MW

+22 %

Solaranlagen

33.586

Einwohner

1.862.565

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Hamburg?

Segmentierter PV-Zubau in Hamburg — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Hamburg setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+4 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +4 %
  • Heimsegment▲ +3 %
  • Gewerbe▼ -30 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Hamburg: 70.103 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0316631November 2025: 231 kW, Vorjahr 205 kWDezember 2025: 211 kW, Vorjahr 124 kWJanuar 2026: 149 kW, Vorjahr 165 kWFebruar 2026: 107 kW, Vorjahr 197 kWMärz 2026: 478 kW, Vorjahr 438 kWApril 2026: 631 kW, Vorjahr 464 kWMai 2026: 618 kW, Vorjahr 533 kWJuni 2026: 512 kW, Vorjahr 529 kWJuli 2026: 533 kW, Vorjahr 588 kWAugust 2026: 513 kW, Vorjahr 494 kWSeptember 2026: 338 kW, Vorjahr 362 kWOktober 2026: 209 kW, Vorjahr 250 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
02k5kNovember 2025: 3.166 kW, Vorjahr 2.801 kWDezember 2025: 3.729 kW, Vorjahr 2.631 kWJanuar 2026: 3.063 kW, Vorjahr 3.023 kWFebruar 2026: 2.265 kW, Vorjahr 2.526 kWMärz 2026: 3.181 kW, Vorjahr 2.624 kWApril 2026: 3.666 kW, Vorjahr 2.849 kWMai 2026: 2.954 kW, Vorjahr 3.185 kWJuni 2026: 4.072 kW, Vorjahr 3.038 kWJuli 2026: 4.131 kW, Vorjahr 4.580 kWAugust 2026: 2.997 kW, Vorjahr 2.703 kWSeptember 2026: 3.564 kW, Vorjahr 3.515 kWOktober 2026: 1.608 kW, Vorjahr 3.631 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
02k4kNovember 2025: 1.138 kW, Vorjahr 4.436 kWDezember 2025: 2.151 kW, Vorjahr 2.151 kWJanuar 2026: 2.523 kW, Vorjahr 4.205 kWFebruar 2026: 2.267 kW, Vorjahr 2.755 kWMärz 2026: 4.454 kW, Vorjahr 1.228 kWApril 2026: 422 kW, Vorjahr 3.248 kWMai 2026: 759 kW, Vorjahr 1.185 kWJuni 2026: 1.871 kW, Vorjahr 799 kWJuli 2026: 1.846 kW, Vorjahr 2.264 kWAugust 2026: 957 kW, Vorjahr 801 kWSeptember 2026: 1.444 kW, Vorjahr 3.625 kWOktober 2026: 298 kW, Vorjahr 2.042 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
02k4kNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 3 kW, Vorjahr 14 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 2.085 kW, Vorjahr 20 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 4.122 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
3.467 4,5 MW +4 %
Heimsegment
2–30 kWp
3.690 38,4 MW +3 %
Gewerbe
>30 kWp
156 20,1 MW -30 %
Freifläche
Freifläche
4 6,2 MW —
Gesamt 7.384 70,1 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Hamburg zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Hamburg, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Hamburg 5.306 Speicher mit zusammen 47,5 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +13 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+10 %
Anlagen
3.628
Kapazität
18,6 MWh
Ø/Anlage
5,1 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+13 %
Anlagen
1.602
Kapazität
21,8 MWh
Ø/Anlage
13,6 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
-33 %
Anlagen
38
Kapazität
1,8 MWh
Ø/Anlage
48 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Anlagen
1
Kapazität
5 MWh
Ø/Anlage
5.000 kWh
Gesamt
Anlagen
5.306
Kapazität
47,5 MWh
Ø/Anlage
9 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Hamburg im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Hamburg 0,17 kW
Ø Hamburg 0,17 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Hamburg hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Hamburg auf?

Mit einer Speicherquote von 55 % gehört Hamburg zu den Regionen, in denen Batteriespeicher fast zum Standard gehören – 18.623 Systeme sind bereits installiert.

Überblick

Aktuell erzeugen 33.586 Solaranlagen in Hamburg eine Leistung von 316,1 MW. Gemessen am Bundesdurchschnitt gibt es hier noch erhebliche Ausbaureserven – jedes neue Dach und jede Freifläche kann die Bilanz verbessern.

Einordnung

Hamburg liegt im Bundesland Hamburg. Das vollständige Ranking aller Regionen finden Sie auf der Bundesland-Seite.

Hamburg vergleichen

Wie steht deine Gemeinde im direkten Duell?

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Solaranlage planen in Hamburg: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

9,4 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

55 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

7.384 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

Hamburg ist eine Großstadt; den Bestand prägen Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke. 59 % der Anlagen liegen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, eine typische Dachanlage hat hier 9,4 kWp. 12.848 Balkonkraftwerke sind registriert, 3.467 davon kamen in den letzten zwölf Monaten hinzu; für Mieter und Eigentumswohnungen ist das der übliche Einstieg. Mit einer Speicherquote von 55 % liegt Hamburg weit über dem Bundeswert von rund 40 %; wer hier eine Anlage plant, rechnet in der Regel von Anfang an mit Batterie.

Mit 38 Watt je Einwohner in zwölf Monaten (7.384 Anlagen, 70,1 MW) gehört Hamburg zu den ausbauschwachen Orten, deutlich unter Bundesschnitt und etwa im Landestempo Hamburgs. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das Tempo mit minus 1 % weitgehend stabil.

In Hamburg gilt eine Solarpflicht bei Neubauten und seit 2024 auch bei Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

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Welche Postleitzahlen gehören zu Hamburg?

200952009720099201442014620148201492024920251202532025520257202592035420355203572035920457204592053520537205392102921031210332103521037210392107321075210772107921107211092112921147211492121722041220432204522047220492208122083220852208722089221112211322115221172211922143221452214722149221592217522177221792229722299223012230322305223072230922335223372233922359223912239322395223972239922415224172241922453224552245722459225232252522527225292254722549225592258722589226052260722609227612276322765227672276927499

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Hamburg — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Hamburg gibt es laut solarzubau.de aktuell 33.586 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 316,1 MW. Das entspricht 0,17 kW pro Einwohner.
18.623 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 55,4 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Hamburg [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-hamburg/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Hamburg installiert?

In Hamburg sind 316,1 MW PV-Leistung in 33.586 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 1.862.565 Einwohner entspricht der Bestand 0,17 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Hamburg im Vergleich da?

Mit 0,17 kW pro Einwohner liegt Hamburg unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Hamburg?

In Hamburg sind 18.623 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 55,4 % bezogen auf die Solaranlagen. In Hamburg ist der Speicher damit die Regel und nicht die Ergänzung; die Quote liegt rund 15 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Hamburg?

In den letzten 12 Monaten wurden in Hamburg 70,1 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 7.384 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 38 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und etwa das Landestempo Hamburgs. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 22 Prozent – rund 22 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Hamburg üblich?

Eine typische Dachanlage in Hamburg hat 9,4 kWp; das ist der Durchschnitt der 19.852 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 59 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Großstadt wie Hamburg stehen dahinter überwiegend Mehrfamilienhäuser, Gewerbe- und Industriedächer sowie Balkonkraftwerke. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 34 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 12.848 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Ist Hamburg eine kreisfreie Stadt?

Hamburg ist eine kreisfreie Stadt in Hamburg. Kreisfreie Städte nehmen die Aufgaben eines Landkreises selbst wahr und gehören keinem Kreis an. Für die Auswertung des Solarausbaus bedeutet das: Die Stadt bildet ihre eigene Vergleichsgruppe, ein Ranking innerhalb eines Landkreises gibt es nicht. Verglichen wird stattdessen mit den übrigen Regionen in Hamburg und mit dem Bundesdurchschnitt. Auf dieser Seite finden sich deshalb dieselben Kennzahlen wie für eine Gemeinde – Bestand, Leistung pro Kopf, Speicherquote und Zubau der letzten zwölf Monate –, nur ohne kreisinternen Vergleich.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Hamburg?

In Hamburg entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 3.690 neuen Anlagen und 38,4 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 156 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Hamburg?

In Hamburg wurden in den letzten 12 Monaten 3.467 Balkonkraftwerke registriert (4,5 MW). Das sind +4 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Hamburg?

In Hamburg wurden in den letzten 12 Monaten 4 Freiflächenanlagen zugebaut (6,2 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Hamburg?

In Hamburg wurden in den letzten 12 Monaten 7.384 neue Solaranlagen mit insgesamt 70,1 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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