Zum Inhalt springen
Solarzubau Deutschland Logo
136 % vom Ø
Überdurchschnittlich

Gemeinde in Bayern · Aichach-Friedberg

Photovoltaik in Friedberg

Solaranlagen
3.650 Anlagen
Installierte Leistung
63,3 MW installiert
Leistung pro Einwohner
2,12 kW pro Kopf

36 % über Bundesdurchschnitt

Überdurchschnittlich – 3.650 Anlagen mit 63,3 MW Gesamtleistung

Wie viele Solaranlagen gibt es in Friedberg?

Friedberg, Landkreis Aichach-Friedberg in Bayern kommt mit Stand 2026-10-27 auf 3.650 Solaranlagen und 63,3 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Umgerechnet auf die 29.953 Einwohner sind das 2,12 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – Friedberg liegt damit 36 % über dem Bundeswert. Im Vergleich der 24 Regionen in diesem Umfeld belegt Friedberg damit Platz 21 – ein Platz im hinteren Feld mit erkennbarem Aufholpotenzial. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 5,1 MW, das entspricht etwa 8 % der heutigen Gesamtleistung. Von den registrierten Anlagen sind 50 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 17 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

2,12

kW
▲ +36 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

50,2

%

1.833 Speicher bei 3.650 Anlagen

Installiert

63,3 MW

Zubau 12 Mon.

5,1 MW

+8 %

Solaranlagen

3.650

Einwohner

29.953

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Friedberg?

Segmentierter PV-Zubau in Friedberg — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Gewerbe-Anlagen sind der Gewinner in Friedberg: +87 % gegenüber dem Vorjahr.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Gewerbe-Anlagen am stärksten zu (+87 %).

  • Balkonkraftwerk▼ -22 %
  • Heimsegment▼ -1 %
  • Gewerbe▲ +87 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Friedberg: 5.137 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
01632November 2025: 4 kW, Vorjahr 15 kWDezember 2025: 2 kW, Vorjahr 9 kWJanuar 2026: 5 kW, Vorjahr 12 kWFebruar 2026: 3 kW, Vorjahr 5 kWMärz 2026: 13 kW, Vorjahr 32 kWApril 2026: 24 kW, Vorjahr 23 kWMai 2026: 25 kW, Vorjahr 26 kWJuni 2026: 15 kW, Vorjahr 24 kWJuli 2026: 20 kW, Vorjahr 21 kWAugust 2026: 27 kW, Vorjahr 26 kWSeptember 2026: 21 kW, Vorjahr 15 kWOktober 2026: 13 kW, Vorjahr 11 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0204408November 2025: 258 kW, Vorjahr 308 kWDezember 2025: 210 kW, Vorjahr 239 kWJanuar 2026: 197 kW, Vorjahr 295 kWFebruar 2026: 153 kW, Vorjahr 194 kWMärz 2026: 231 kW, Vorjahr 313 kWApril 2026: 172 kW, Vorjahr 222 kWMai 2026: 276 kW, Vorjahr 210 kWJuni 2026: 283 kW, Vorjahr 109 kWJuli 2026: 225 kW, Vorjahr 399 kWAugust 2026: 267 kW, Vorjahr 119 kWSeptember 2026: 408 kW, Vorjahr 273 kWOktober 2026: 203 kW, Vorjahr 234 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
07161kNovember 2025: 94 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 459 kWFebruar 2026: 128 kW, Vorjahr 45 kWMärz 2026: 1.432 kW, Vorjahr 37 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kW, Vorjahr 191 kWJuli 2026: 199 kW, Vorjahr 199 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 190 kW, Vorjahr 164 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
0714November 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 14 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
126 171 kW -22 %
Heimsegment
2–30 kWp
260 2,9 MW -1 %
Gewerbe
>30 kWp
9 2 MW +87 %
Freifläche
Freifläche
1 14 kW —
Gesamt 399 5,1 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Friedberg zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Friedberg, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Friedberg 325 Speicher mit zusammen 3,6 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 11 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +7 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+1 %
Anlagen
177
Kapazität
1 MWh
Ø/Anlage
5,8 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+7 %
Anlagen
139
Kapazität
2 MWh
Ø/Anlage
14,1 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
7
Kapazität
543 kWh
Ø/Anlage
77,6 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
325
Kapazität
3,6 MWh
Ø/Anlage
11 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Friedberg im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Friedberg 2,12 kW
Ø Aichach-Friedberg 3,98 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Friedberg liegt über dem bundesweiten Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Friedberg auf?

Mit einer Speicherquote von 50 % gehört Friedberg zu den Regionen, in denen Batteriespeicher fast zum Standard gehören – 1.833 Systeme sind bereits installiert.

Überblick

Friedberg setzt stärker auf Solarenergie als der Bundesdurchschnitt. 3.650 Photovoltaik-Anlagen liefern zusammen 63,3 MW – ein Wert, der die Region in Bayern überdurchschnittlich positioniert.

Einordnung

Friedberg belegt aktuell Platz 21 von 24 im Landkreis Aichach-Friedberg. Die untere Tabellenhälfte zeigt: Hier ist Raum für Fortschritte. Bundesweit betrachtet steht Friedberg überdurchschnittlich da. Die 2,12 kW pro Einwohner zeigen eine aktive Beteiligung am Solarausbau.

Gemeinden im Landkreis Aichach-Friedberg

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

Friedberg vergleichen

Wie steht deine Gemeinde im direkten Duell?

Zum Vergleichstool →

Solaranlage planen in Friedberg: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

17,4 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

50 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

399 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

In einer Mittelstadt wie Friedberg prägen Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen die Dachlandschaft: 76 % der registrierten Anlagen sind Heimanlagen mit 2 bis 30 kWp, im Mittel 9,9 kWp. 715 Balkonkraftwerke sind registriert, 126 davon kamen in den letzten zwölf Monaten hinzu; für Mieter und Eigentumswohnungen ist das der übliche Einstieg. Mit einer Speicherquote von 50 % liegt Friedberg weit über dem Bundeswert von rund 40 %; wer hier eine Anlage plant, rechnet in der Regel von Anfang an mit Batterie.

172 Watt je Einwohner in zwölf Monaten: Friedberg baut langsamer aus als der Bund (18 % darunter) und liegt unter dem Tempo Bayerns; 399 Anlagen mit 5,1 MW kamen hinzu. Gegenüber den zwölf Monaten davor hat sich der Zubau um 21 % beschleunigt.

In Bayern gilt eine Solarpflicht bei gewerblichen und industriellen Neubauten. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

Ähnliche Gemeinden in Bayern

Teile diesen Vergleich:X / TwitterLinkedIn

Welche Postleitzahl gehört zu Friedberg?

86316

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Friedberg — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Friedberg gibt es laut solarzubau.de aktuell 3.650 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 63,3 MW. Das entspricht 2,12 kW pro Einwohner.
1.833 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 50,2 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Friedberg [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-friedberg/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Friedberg installiert?

In Friedberg sind 63,3 MW PV-Leistung in 3.650 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 21 von 24 im Landkreis Aichach-Friedberg. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 29.953 Einwohner entspricht der Bestand 2,12 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Friedberg im Vergleich da?

Mit 2,12 kW pro Einwohner liegt Friedberg über dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Überdurchschnittlich" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Aichach-Friedberg belegt Friedberg Platz 21 von 24. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Friedberg?

In Friedberg sind 1.833 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 50,2 % bezogen auf die Solaranlagen. In Friedberg ist der Speicher damit die Regel und nicht die Ergänzung; die Quote liegt rund 10 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Friedberg?

In den letzten 12 Monaten wurden in Friedberg 5,1 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 399 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 172 Watt in zwölf Monaten, rund 18 % weniger als der Bundesdurchschnitt und weniger als Bayern insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 8 Prozent – rund 8 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Friedberg üblich?

Eine typische Dachanlage in Friedberg hat 9,9 kWp; das ist der Durchschnitt der 2.764 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 76 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Mittelstadt wie Friedberg stehen dahinter überwiegend Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. Freiflächenanlagen stellen zusätzlich 29 % der Leistung, sie verzerren den Gesamtdurchschnitt nach oben, sagen aber nichts über ein Hausdach aus. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 715 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Friedberg?

Friedberg liegt im Landkreis Aichach-Friedberg im Bundesland Bayern. Im Landkreis Aichach-Friedberg gibt es insgesamt 24 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Friedberg?

In Friedberg entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 260 neuen Anlagen und 2,9 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 9 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Friedberg?

In Friedberg wurden in den letzten 12 Monaten 126 Balkonkraftwerke registriert (171 kW). Das sind -22 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Friedberg?

In Friedberg wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (14 kW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Friedberg?

In Friedberg wurden in den letzten 12 Monaten 399 neue Solaranlagen mit insgesamt 5,1 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

Stimmt hier eine Zahl nicht? Fehler melden — die Mail ist bereits mit Seite und Datenstand vorbereitet.