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89 % vom Ø
Im Bundesdurchschnitt

Gemeinde in Baden-Württemberg · Karlsruhe

Photovoltaik in Bruchsal

Solaranlagen
3.779 Anlagen
Installierte Leistung
66,0 MW installiert
Leistung pro Einwohner
1,38 kW pro Kopf

Nah am Bundesdurchschnitt

3.779 Anlagen mit 66,0 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Bruchsal?

Bruchsal, Landkreis Karlsruhe (Baden-Württemberg) zählt mit Stand 2026-10-27 3.779 Photovoltaik-Anlagen mit zusammen 66,0 MW Leistung – Daten, die direkt aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur stammen, dort meldepflichtig sind und regelmäßig aktualisiert werden. Umgerechnet auf die 47.784 Einwohner sind das 1,38 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – Bruchsal liegt damit 11 % unter dem Bundeswert. Im Vergleich der 32 Regionen in diesem Umfeld belegt Bruchsal damit Platz 16 – ein Platz im Mittelfeld. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 13,0 MW, das entspricht etwa 20 % der heutigen Gesamtleistung. Ergänzend zur reinen Leistung ist die Struktur aufschlussreich: 50 % der Anlagen verfügen über einen Speicher, die durchschnittliche Größe beträgt 17 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

1,38

kW
▼ -11 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

50,2

%

1.898 Speicher bei 3.779 Anlagen

Installiert

66,0 MW

Zubau 12 Mon.

13,0 MW

+20 %

Solaranlagen

3.779

Einwohner

47.784

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Bruchsal?

Segmentierter PV-Zubau in Bruchsal — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

In Bruchsal wächst das Gewerbe-Segment am stärksten (+59 % vs. Vorjahr). Freifläche bleibt der Zubau-Motor.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Gewerbe-Anlagen am stärksten zu (+59 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +25 %
  • Heimsegment▼ -14 %
  • Gewerbe▲ +59 %
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Bruchsal: 13.017 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
02346November 2025: 16 kW, Vorjahr 3 kWDezember 2025: 22 kW, Vorjahr 12 kWJanuar 2026: 4 kW, Vorjahr 13 kWFebruar 2026: 15 kW, Vorjahr 13 kWMärz 2026: 32 kW, Vorjahr 37 kWApril 2026: 32 kW, Vorjahr 23 kWMai 2026: 44 kW, Vorjahr 30 kWJuni 2026: 37 kW, Vorjahr 26 kWJuli 2026: 46 kW, Vorjahr 38 kWAugust 2026: 40 kW, Vorjahr 30 kWSeptember 2026: 14 kW, Vorjahr 14 kWOktober 2026: 11 kW, Vorjahr 13 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0265530November 2025: 253 kW, Vorjahr 462 kWDezember 2025: 246 kW, Vorjahr 267 kWJanuar 2026: 231 kW, Vorjahr 394 kWFebruar 2026: 238 kW, Vorjahr 296 kWMärz 2026: 362 kW, Vorjahr 298 kWApril 2026: 166 kW, Vorjahr 231 kWMai 2026: 359 kW, Vorjahr 329 kWJuni 2026: 279 kW, Vorjahr 357 kWJuli 2026: 290 kW, Vorjahr 530 kWAugust 2026: 318 kW, Vorjahr 280 kWSeptember 2026: 467 kW, Vorjahr 288 kWOktober 2026: 214 kW, Vorjahr 271 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
05391kNovember 2025: 100 kWDezember 2025: 527 kW, Vorjahr 361 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 100 kWFebruar 2026: 1.078 kW, Vorjahr 52 kWMärz 2026: 0 kW, Vorjahr 558 kWApril 2026: 36 kW, Vorjahr 100 kWMai 2026: 0 kW, Vorjahr 148 kWJuni 2026: 132 kWJuli 2026: 306 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 50 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
02k4kNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 3.368 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 3.659 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
230 315 kW +25 %
Heimsegment
2–30 kWp
271 3,4 MW -14 %
Gewerbe
>30 kWp
10 2,2 MW +59 %
Freifläche
Freifläche
2 7 MW —
Gesamt 519 13 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Bruchsal zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Bruchsal, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Bruchsal 420 Speicher mit zusammen 6 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 14,3 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher groß mit einem Plus von +12 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+2 %
Anlagen
263
Kapazität
1,5 MWh
Ø/Anlage
5,6 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
+12 %
Anlagen
149
Kapazität
2,1 MWh
Ø/Anlage
13,8 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
3
Kapazität
184 kWh
Ø/Anlage
61,3 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Anlagen
1
Kapazität
2,3 MWh
Ø/Anlage
2.258 kWh
Gesamt
Anlagen
420
Kapazität
6 MWh
Ø/Anlage
14,3 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Bruchsal im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Bruchsal 1,38 kW
Ø Karlsruhe 1,37 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Bruchsal liegt knapp unter dem Durchschnitt – mit Potenzial nach oben

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Bruchsal auf?

Mit einer Speicherquote von 50 % gehört Bruchsal zu den Regionen, in denen Batteriespeicher fast zum Standard gehören – 1.898 Systeme sind bereits installiert.

Überblick

In Bruchsal sind 3.779 PV-Anlagen mit zusammen 66,0 MW installiert. Die Region bewegt sich damit im bundesweiten Mittelfeld – mit Raum nach oben.

Einordnung

Im Landkreis Karlsruhe belegt Bruchsal Platz 16 von 32 – ein Wert im landesüblichen Mittelfeld. Bundesweit betrachtet liegt Bruchsal mit 1,38 kW pro Kopf noch unter dem Durchschnitt – hier ist spürbar Luft nach oben.

Gemeinden im Landkreis Karlsruhe

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Solaranlage planen in Bruchsal: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

17,5 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

50 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

519 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

In einer Mittelstadt wie Bruchsal prägen Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen die Dachlandschaft: 73 % der registrierten Anlagen sind Heimanlagen mit 2 bis 30 kWp, im Mittel 9,9 kWp. 836 Balkonkraftwerke sind registriert, 230 davon kamen in den letzten zwölf Monaten hinzu; für Mieter und Eigentumswohnungen ist das der übliche Einstieg. Mit einer Speicherquote von 50 % liegt Bruchsal weit über dem Bundeswert von rund 40 %; wer hier eine Anlage plant, rechnet in der Regel von Anfang an mit Batterie.

Beim aktuellen Zubau liegt Bruchsal über dem Bundesdurchschnitt: 519 neue Anlagen mit 13,0 MW in zwölf Monaten, 272 Watt je Einwohner, klar über dem Tempo Baden-Württembergs. Gegenüber den zwölf Monaten davor hat sich der Zubau um 130 % beschleunigt.

In Baden-Württemberg gilt eine Solarpflicht bei Neubauten und bei grundlegenden Dachsanierungen. Was die Solarpflicht für Sanierung und Neubau bedeutet

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Welche Postleitzahlen gehören zu Bruchsal?

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Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Bruchsal — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Bruchsal gibt es laut solarzubau.de aktuell 3.779 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 66,0 MW. Das entspricht 1,38 kW pro Einwohner.
1.898 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 50,2 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Bruchsal [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-bruchsal/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Bruchsal installiert?

In Bruchsal sind 66,0 MW PV-Leistung in 3.779 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 16 von 32 im Landkreis Karlsruhe. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 47.784 Einwohner entspricht der Bestand 1,38 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Bruchsal im Vergleich da?

Mit 1,38 kW pro Einwohner liegt Bruchsal unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Im Bundesdurchschnitt" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Karlsruhe belegt Bruchsal Platz 16 von 32. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Bruchsal?

In Bruchsal sind 1.898 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 50,2 % bezogen auf die Solaranlagen. In Bruchsal ist der Speicher damit die Regel und nicht die Ergänzung; die Quote liegt rund 10 Prozentpunkte über dem Bundeswert. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Bruchsal?

In den letzten 12 Monaten wurden in Bruchsal 13,0 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 519 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 272 Watt in zwölf Monaten, etwas mehr als der Bundesdurchschnitt und mehr als Baden-Württemberg insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 20 Prozent – rund 20 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Bruchsal üblich?

Eine typische Dachanlage in Bruchsal hat 9,9 kWp; das ist der Durchschnitt der 2.764 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 73 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Mittelstadt wie Bruchsal stehen dahinter überwiegend Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 38 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 836 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Bruchsal?

Bruchsal liegt im Landkreis Karlsruhe im Bundesland Baden-Württemberg. Im Landkreis Karlsruhe gibt es insgesamt 32 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Bruchsal?

In Bruchsal entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 2 neuen Anlagen und 7 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 271 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Bruchsal?

In Bruchsal wurden in den letzten 12 Monaten 230 Balkonkraftwerke registriert (315 kW). Das sind +25 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Bruchsal?

In Bruchsal wurden in den letzten 12 Monaten 2 Freiflächenanlagen zugebaut (7 MW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Bruchsal?

In Bruchsal wurden in den letzten 12 Monaten 519 neue Solaranlagen mit insgesamt 13 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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