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45 % vom Ø
Aufholpotenzial

Gemeinde in Hessen · Marburg-Biedenkopf

Photovoltaik in Marburg

Solaranlagen
4.183 Anlagen
Installierte Leistung
52,1 MW installiert
Leistung pro Einwohner
0,71 kW pro Kopf

55 % unter Bundesdurchschnitt

4.183 Anlagen mit 52,1 MW – Daten, Trends und Vergleich

Wie viele Solaranlagen gibt es in Marburg?

Marburg, Landkreis Marburg-Biedenkopf in Hessen verzeichnet mit Stand 2026-10-27 eine installierte Photovoltaik-Leistung von 52,1 MW, verteilt auf 4.183 Anlagen – von privaten Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen, laufend aktualisiert aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, dem amtlichen Register aller Solaranlagen in Deutschland. Umgerechnet auf die 73.544 Einwohner sind das 0,71 kW pro Kopf, verglichen mit 1,56 kW im bundesweiten Mittel – Marburg liegt damit 55 % unter dem Bundeswert. Im Vergleich der 22 Regionen in diesem Umfeld belegt Marburg damit Platz 22 – ein Platz im hinteren Feld mit erkennbarem Aufholpotenzial. Der Zubau der letzten zwölf Monate liegt bei 4,9 MW, das entspricht etwa 9 % der heutigen Gesamtleistung. Ergänzend zur reinen Leistung ist die Struktur aufschlussreich: 41 % der Anlagen verfügen über einen Speicher, die durchschnittliche Größe beträgt 12 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

0,71

kW
▼ -55 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

41,3

%

1.728 Speicher bei 4.183 Anlagen

Installiert

52,1 MW

Zubau 12 Mon.

4,9 MW

+9 %

Solaranlagen

4.183

Einwohner

73.544

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Marburg?

Segmentierter PV-Zubau in Marburg — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Marburg setzt weiter auf Heimsegment — das Segment bestimmt den Großteil des Zubaus.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+7 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +7 %
  • Heimsegment▼ -24 %
  • Gewerbe▼ -55 %
  • Freiflächekein Zubau

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Marburg: 4.861 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
02345November 2025: 20 kW, Vorjahr 9 kWDezember 2025: 11 kW, Vorjahr 8 kWJanuar 2026: 9 kW, Vorjahr 9 kWFebruar 2026: 13 kW, Vorjahr 12 kWMärz 2026: 29 kW, Vorjahr 26 kWApril 2026: 35 kW, Vorjahr 19 kWMai 2026: 42 kW, Vorjahr 26 kWJuni 2026: 24 kW, Vorjahr 45 kWJuli 2026: 43 kW, Vorjahr 32 kWAugust 2026: 43 kW, Vorjahr 38 kWSeptember 2026: 24 kW, Vorjahr 44 kWOktober 2026: 24 kW, Vorjahr 28 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
0261522November 2025: 213 kW, Vorjahr 229 kWDezember 2025: 342 kW, Vorjahr 348 kWJanuar 2026: 220 kW, Vorjahr 470 kWFebruar 2026: 272 kW, Vorjahr 522 kWMärz 2026: 255 kW, Vorjahr 257 kWApril 2026: 254 kW, Vorjahr 406 kWMai 2026: 239 kW, Vorjahr 353 kWJuni 2026: 232 kW, Vorjahr 340 kWJuli 2026: 415 kW, Vorjahr 269 kWAugust 2026: 409 kW, Vorjahr 282 kWSeptember 2026: 332 kW, Vorjahr 496 kWOktober 2026: 157 kW, Vorjahr 444 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
05681kNovember 2025: 0 kW, Vorjahr 56 kWDezember 2025: 54 kW, Vorjahr 245 kWJanuar 2026: 80 kW, Vorjahr 151 kWFebruar 2026: 0 kW, Vorjahr 192 kWMärz 2026: 0 kW, Vorjahr 90 kWApril 2026: 320 kW, Vorjahr 230 kWMai 2026: 47 kW, Vorjahr 1.136 kWJuni 2026: 137 kW, Vorjahr 119 kWJuli 2026: 44 kW, Vorjahr 137 kWAugust 2026: 114 kW, Vorjahr 32 kWSeptember 2026: 325 kW, Vorjahr 36 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 75 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
02k3kNovember 2025: 0 kWDezember 2025: 0 kWJanuar 2026: 0 kW, Vorjahr 8 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 3.088 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
251 316 kW +7 %
Heimsegment
2–30 kWp
271 3,3 MW -24 %
Gewerbe
>30 kWp
13 1,1 MW -55 %
Freifläche
Freifläche
— — nicht vertreten
Gesamt 548 4,9 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Marburg zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Marburg, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Marburg 405 Speicher mit zusammen 3,5 MWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 8,5 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher klein mit einem Plus von +1 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+1 %
Anlagen
270
Kapazität
1,4 MWh
Ø/Anlage
5,2 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
-11 %
Anlagen
119
Kapazität
1,5 MWh
Ø/Anlage
12,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Anlagen
7
Kapazität
491 kWh
Ø/Anlage
70,1 kWh
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
405
Kapazität
3,5 MWh
Ø/Anlage
8,5 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Marburg im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Marburg 0,71 kW
Ø Marburg-Biedenkopf 1,38 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Marburg hat noch erhebliches Ausbaupotenzial

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Marburg auf?

Besonders fällt die Speicherquote auf: 41 % der Solaranlagen sind mit einem Batteriespeicher gekoppelt. 1.728 Speichersysteme sorgen dafür, dass der erzeugte Strom nicht nur eingespeist, sondern gezielt vor Ort verbraucht wird. In Marburg setzen die Betreiber konsequent auf Eigenverbrauch.

Überblick

Aktuell erzeugen 4.183 Solaranlagen in Marburg eine Leistung von 52,1 MW. Gemessen am Bundesdurchschnitt gibt es hier noch erhebliche Ausbaureserven – jedes neue Dach und jede Freifläche kann die Bilanz verbessern.

Einordnung

Marburg rangiert auf Platz 22 von 22 im Landkreis Marburg-Biedenkopf – der Landesvergleich zeigt noch ungenutztes Ausbaupotenzial. Bundesweit liegt die PV-Leistung pro Kopf noch unter dem Mittel. Angesichts steigender Strompreise und sinkender Modulkosten lohnt sich der Ausbau gerade hier.

Gemeinden im Landkreis Marburg-Biedenkopf

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

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Solaranlage planen in Marburg: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

12,4 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

41 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

548 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

Marburg ist eine Mittelstadt; den Bestand prägen Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. 66 % der Anlagen liegen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, eine typische Dachanlage hat hier 10,8 kWp. 1.229 Balkonkraftwerke sind registriert, 251 davon kamen in den letzten zwölf Monaten hinzu; für Mieter und Eigentumswohnungen ist das der übliche Einstieg. 41 % der Anlagen laufen mit Batteriespeicher, das entspricht etwa dem bundesüblichen Bild. Die Entscheidung für oder gegen Speicher fällt hier nach Verbrauchsprofil, nicht nach Ortsüblichkeit.

Mit 66 Watt je Einwohner in zwölf Monaten (548 Anlagen, 4,9 MW) gehört Marburg zu den ausbauschwachen Orten, deutlich unter Bundesschnitt und unter dem Tempo Hessens. Gegenüber den zwölf Monaten davor ist der Zubau um 54 % zurückgegangen.

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

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Welche Postleitzahlen gehören zu Marburg?

3503735039350413504335094

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Marburg — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Marburg gibt es laut solarzubau.de aktuell 4.183 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 52,1 MW. Das entspricht 0,71 kW pro Einwohner.
1.728 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 41,3 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Marburg [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-marburg/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Marburg installiert?

In Marburg sind 52,1 MW PV-Leistung in 4.183 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 22 von 22 im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 73.544 Einwohner entspricht der Bestand 0,71 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Marburg im Vergleich da?

Mit 0,71 kW pro Einwohner liegt Marburg unter dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Aufholpotenzial" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Marburg-Biedenkopf belegt Marburg Platz 22 von 22. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Marburg?

In Marburg sind 1.728 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 41,3 % bezogen auf die Solaranlagen. Marburg liegt damit im Bereich des Bundesdurchschnitts. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Marburg?

In den letzten 12 Monaten wurden in Marburg 4,9 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 548 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 66 Watt in zwölf Monaten, ein Bruchteil des Bundesdurchschnitts und weniger als Hessen insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 9 Prozent – rund 9 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Marburg üblich?

Eine typische Dachanlage in Marburg hat 10,8 kWp; das ist der Durchschnitt der 2.778 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 66 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Mittelstadt wie Marburg stehen dahinter überwiegend Einfamilienhäuser, Mehrfamilienhäuser und Gewerbedächer in ähnlichen Anteilen. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 1.229 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Marburg?

Marburg liegt im Landkreis Marburg-Biedenkopf im Bundesland Hessen. Im Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt es insgesamt 22 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Marburg?

In Marburg entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Heimsegment-Segment mit 271 neuen Anlagen und 3,3 MW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Gewerbe-Segment mit 13 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Marburg?

In Marburg wurden in den letzten 12 Monaten 251 Balkonkraftwerke registriert (316 kW). Das sind +7 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Marburg?

In Marburg wurden in den letzten 12 Monaten 548 neue Solaranlagen mit insgesamt 4,9 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

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