Zum Inhalt springen
Solarzubau Deutschland Logo
122 % vom Ø
Überdurchschnittlich

Gemeinde in Thüringen · Weimarer Land

Photovoltaik in Ilmtal-Weinstraße

Solaranlagen
564 Anlagen
Installierte Leistung
11,7 MW installiert
Leistung pro Einwohner
1,90 kW pro Kopf

22 % über Bundesdurchschnitt

Überdurchschnittlich – 564 Anlagen mit 11,7 MW Gesamtleistung

Wie viele Solaranlagen gibt es in Ilmtal-Weinstraße?

Ilmtal-Weinstraße, Landkreis Weimarer Land in Thüringen kommt mit Stand 2026-10-27 auf 564 Solaranlagen und 11,7 MW installierte Leistung – erfasst im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur, das jede in Deutschland angemeldete Solaranlage verzeichnet. Bei 6.169 Einwohnern entspricht das 1,90 kW installierter Leistung pro Kopf – der bundesweite Durchschnitt liegt bei 1,56 kW, Ilmtal-Weinstraße liegt damit 22 % über dem Bundeswert. Das reicht für Platz 14 von 23 im regionalen Vergleich, ein solider Platz im Mittelfeld. Allein in den vergangenen zwölf Monaten kamen 1,6 MW neue Leistung hinzu – rund 14 % des gesamten Bestands sind jünger als ein Jahr. Von den registrierten Anlagen sind 49 % mit einem Batteriespeicher gekoppelt, was auf einen hohen Anteil an Eigenverbrauchslösungen hindeutet; die durchschnittliche Anlagengröße liegt bei 21 kW. Alle Zahlen stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur (Stand: 2026-10-27), werden regelmäßig aktualisiert und bilden die Datengrundlage für den regionalen und bundesweiten Vergleich auf dieser Seite.

kW pro Einwohner

1,90

kW
▲ +22 % vs. Bundesdurchschnitt

Hohe Speicherquote

49,3

%

278 Speicher bei 564 Anlagen

Installiert

11,7 MW

Zubau 12 Mon.

1,6 MW

+14 %

Solaranlagen

564

Einwohner

6.169

Welche Anlagengrößen dominieren den Zubau in Ilmtal-Weinstraße?

Segmentierter PV-Zubau in Ilmtal-Weinstraße — rollierende 12 Monate mit Vorjahresvergleich

Balkonkraftwerk-Anlagen sind der Gewinner in Ilmtal-Weinstraße: +35 % gegenüber dem Vorjahr.

Segment-Trends gegenüber Vorjahr

Im letzten Jahr legten Balkonkraftwerk-Anlagen am stärksten zu (+35 %).

  • Balkonkraftwerk▲ +35 %
  • Heimsegment▼ -11 %
  • Gewerbekein Vorjahreswert
  • Freiflächekein Vorjahreswert

Monatlicher Zubau nach Segment

Zubau der letzten 12 Monate in Ilmtal-Weinstraße: 1.626 kW über alle Segmente.

Balkonkraftwerk
0713November 2025: 8 kW, Vorjahr 3 kWDezember 2025: 2 kW, Vorjahr 1 kWJanuar 2026: 1 kW, Vorjahr 5 kWFebruar 2026: 7 kW, Vorjahr 5 kWMärz 2026: 4 kW, Vorjahr 9 kWApril 2026: 3 kW, Vorjahr 5 kWMai 2026: 6 kW, Vorjahr 4 kWJuni 2026: 13 kW, Vorjahr 4 kWJuli 2026: 8 kW, Vorjahr 4 kWAugust 2026: 2 kW, Vorjahr 1 kWSeptember 2026: 6 kW, Vorjahr 1 kWOktober 2026: 2 kW, Vorjahr 3 kWNovJanMärMaiJulSep
Heimsegment
03773November 2025: 49 kW, Vorjahr 32 kWDezember 2025: 34 kW, Vorjahr 13 kWJanuar 2026: 18 kW, Vorjahr 34 kWFebruar 2026: 58 kW, Vorjahr 45 kWMärz 2026: 46 kW, Vorjahr 35 kWApril 2026: 43 kW, Vorjahr 68 kWMai 2026: 73 kW, Vorjahr 56 kWJuni 2026: 31 kW, Vorjahr 38 kWJuli 2026: 29 kW, Vorjahr 55 kWAugust 2026: 33 kW, Vorjahr 61 kWSeptember 2026: 66 kW, Vorjahr 53 kWOktober 2026: 0 kW, Vorjahr 51 kWNovJanMärMaiJulSep
Gewerbe
0278556November 2025: 0 kWDezember 2025: 82 kWJanuar 2026: 45 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kW, Vorjahr 556 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep
Freifläche
0475949November 2025: 0 kWDezember 2025: 949 kWJanuar 2026: 0 kWFebruar 2026: 0 kWMärz 2026: 0 kWApril 2026: 0 kWMai 2026: 0 kWJuni 2026: 0 kWJuli 2026: 0 kWAugust 2026: 0 kWSeptember 2026: 0 kWOktober 2026: 0 kWNovJanMärMaiJulSep

Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Anlagengröße

Segment Anlagen Leistung Δ Vorjahr
Balkonkraftwerk
0–2 kWp
41 60 kW +35 %
Heimsegment
2–30 kWp
42 480 kW -11 %
Gewerbe
>30 kWp
2 127 kW —
Freifläche
Freifläche
1 949 kW —
Gesamt 87 1,6 MW —
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie sind die Größenklassen definiert?

▼
Balkonkraftwerk · 0–2 kWp

Steckersolargeräte. Seit Solarpaket I (Mai 2024): max. 800 W Wechselrichter, max. 2 kWp Modulleistung. Anmeldung nur im Marktstammdatenregister.

Heimsegment · 2–30 kWp

Typische Hausdachanlage auf Einfamilienhäusern. Bis 30 kWp einkommensteuerfrei (§ 3 Nr. 72 EStG). Erste EEG-Vergütungsstufe.

Gewerbe · >30 kWp (Dach)

Gewerbe- und Industriedächer. Ab 100 kWp verpflichtende Direktvermarktung, ab 750 kWp Ausschreibungspflicht (seit Mai 2025).

Freifläche · alle Größen

Freiflächenanlagen und Solarparks, unabhängig von der Leistung. Ab 1.000 kWp Ausschreibungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Wie viele Batteriespeicher kamen in Ilmtal-Weinstraße zuletzt dazu?

Vom Heimspeicher bis zur Großbatterie: Batteriespeicher-Zubau der letzten 12 Monate in Ilmtal-Weinstraße, segmentiert nach nutzbarer Kapazität (kWh)

In den letzten 12 Monaten wurden in Ilmtal-Weinstraße 65 Speicher mit zusammen 610 kWh Kapazität installiert. Die durchschnittliche Speichergröße beträgt 9,4 kWh pro Anlage. Am stärksten wächst das Segment Heimspeicher klein mit einem Plus von +52 % Kapazität gegenüber dem Vorjahr.

Speicher-Segmente im Detail

Zubau letzten 12 Monate nach Speichergröße (kWh)

Heimspeicher klein
< 10 kWh
+52 %
Anlagen
32
Kapazität
161 kWh
Ø/Anlage
5 kWh
Heimspeicher groß
10–30 kWh
-4 %
Anlagen
32
Kapazität
439 kWh
Ø/Anlage
13,7 kWh
Gewerbespeicher
30–1.000 kWh
—
Nicht vertreten
Großbatterie
≥ 1 MWh
—
Nicht vertreten
Gesamt
Anlagen
65
Kapazität
610 kWh
Ø/Anlage
9,4 kWh
Quelle: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Stand: 2026-10-27

Wie steht Ilmtal-Weinstraße im Vergleich zu anderen Gemeinden da?

Solarleistung pro Einwohner

Ilmtal-Weinstraße 1,90 kW
Ø Weimarer Land 2,18 kW
Ø Deutschland 1,56 kW
→

Ilmtal-Weinstraße liegt über dem bundesweiten Durchschnitt

kW pro Einwohner · Stand: 2026-10-27

Was fällt an Ilmtal-Weinstraße auf?

Auffällig hoch: 49 % aller Solaranlagen in Ilmtal-Weinstraße laufen mit Batteriespeicher. Das deutet auf eine bewusste Eigenverbrauchsstrategie der Anlagenbetreiber hin.

Überblick

Überdurchschnittlich gut aufgestellt: In Ilmtal-Weinstraße erzeugen 564 PV-Anlagen eine Gesamtleistung von 11,7 MW. Pro Kopf liegt die Region damit oberhalb des bundesweiten Mittels.

Einordnung

Ilmtal-Weinstraße belegt Platz 14 von 23 im Landkreis Weimarer Land – leicht oberhalb des Landesmittels. Im bundesweiten Vergleich liegt die PV-Leistung pro Kopf über dem Durchschnitt – Ilmtal-Weinstraße nutzt sein Solarpotenzial bereits gut.

Gemeinden im Landkreis Weimarer Land

Ranking nach Solarleistung pro Einwohner

Ilmtal-Weinstraße vergleichen

Wie steht deine Gemeinde im direkten Duell?

Zum Vergleichstool →

Solaranlage planen in Ilmtal-Weinstraße: Was vor Ort üblich ist

Orientierungswerte aus den registrierten Anlagen, Stand 27.10.2026

Typische Anlagengröße

20,7 kW

Durchschnitt aller Anlagen im Ort

Anlagen mit Speicher

49 %

Speicher ist hier Standard

Neu in 12 Monaten

87 Anlagen

Netzanschluss und Handwerk vor Ort sind eingespielt

In einer Kleinstadt wie Ilmtal-Weinstraße prägen Ein- und Zweifamilienhäuser, ergänzt um Gewerbehallen am Ortsrand die Dachlandschaft: 67 % der registrierten Anlagen sind Heimanlagen mit 2 bis 30 kWp, im Mittel 9,8 kWp. Gewerbeanlagen über 30 kWp stellen 59 % der Leistung, Hallen- und Betriebsdächer tragen den Ausbau hier stärker als Wohnhäuser. Die Speicherquote von 49 % bewegt sich im Bereich des Bundesdurchschnitts; Speicher sind in Ilmtal-Weinstraße verbreitet, aber kein Automatismus.

87 Anlagen und 1,6 MW kamen in Ilmtal-Weinstraße binnen zwölf Monaten hinzu. Je Einwohner sind das 264 Watt, etwas mehr als im Bundesschnitt und klar über dem Tempo Thüringens. Gegenüber den zwölf Monaten davor hat sich der Zubau um 42 % beschleunigt.

PV-Anlage kaufen — der vollständige Leitfaden

17 Kapitel: Dach, Anlagengröße, Speicher, Angebote, Wirtschaftlichkeit, Steuer, Checkliste. Quellenbasiert und unabhängig.

Ähnliche Gemeinden in Thüringen

Teile diesen Vergleich:X / TwitterLinkedIn

Welche Postleitzahl gehört zu Ilmtal-Weinstraße?

99510

Für Redaktionen & Journalist:innen

Daten in Ilmtal-Weinstraße — Stand 27. Oktober 2026. Quelle: Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Daten-Snippet zum direkten Zitieren

In Ilmtal-Weinstraße gibt es laut solarzubau.de aktuell 564 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 11,7 MW. Das entspricht 1,90 kW pro Einwohner.
278 dieser Anlagen verfügen über einen Batteriespeicher — eine Speicherquote von 49,3 %.

Zitiervorschlag

solarzubau.de (2026). Photovoltaik-Ausbau Ilmtal-Weinstraße [Datensatz, Stand 2026-10-27]. Abgerufen unter https://solarzubau.de/photovoltaik-ilmtal-weinstrasse/. Auf Basis Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur).

Alle Daten unter CC-BY 4.0 — frei nutzbar bei Quellenangabe. Gemeindedaten erfordern ggf. zusätzlich Nennung des MaStR.

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik ist in Ilmtal-Weinstraße installiert?

In Ilmtal-Weinstraße sind 11,7 MW PV-Leistung in 564 Anlagen installiert (Stand: 2026-10-27). Damit belegt die Gemeinde Platz 14 von 23 im Landkreis Weimarer Land. Erfasst sind alle im Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur gemeldeten Anlagen – vom Balkonkraftwerk über private Dachanlagen bis zu gewerblichen Solarprojekten und Freiflächenanlagen. Die Meldung ist gesetzlich verpflichtend, weshalb der Bestand nahezu vollständig abgebildet ist; einzelne Anlagen erscheinen allerdings erst mit einigen Wochen Verzug, sodass der jüngste Zubau tendenziell leicht untererfasst ist. Umgerechnet auf die 6.169 Einwohner entspricht der Bestand 1,90 kW installierter Leistung pro Kopf.

Wie steht Ilmtal-Weinstraße im Vergleich da?

Mit 1,90 kW pro Einwohner liegt Ilmtal-Weinstraße über dem Bundesdurchschnitt von 1,56 kW. Die Gemeinde wird als „Überdurchschnittlich" eingestuft. Die Kennzahl Leistung pro Kopf eignet sich für den Vergleich unterschiedlich großer Kommunen besser als die absolute Leistung, hat aber eine bekannte Schwäche: In kleinen Gemeinden kann eine einzelne Freiflächenanlage den Wert vervielfachen, ohne dass die Dächer vor Ort stärker belegt wären. Innerhalb im Landkreis Weimarer Land belegt Ilmtal-Weinstraße Platz 14 von 23. Für eine belastbarere Einordnung lohnt deshalb immer auch der Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße und den Zubau der letzten zwölf Monate.

Wie viele Batteriespeicher gibt es in Ilmtal-Weinstraße?

In Ilmtal-Weinstraße sind 278 Batteriespeicher registriert – eine Quote von 49,3 % bezogen auf die Solaranlagen. Ilmtal-Weinstraße liegt damit im Bereich des Bundesdurchschnitts. Ein Speicher erhöht den Eigenverbrauch einer Photovoltaikanlage typischerweise von rund 30 auf 60 bis 70 Prozent, weil Strom aus der Mittagsspitze in die Abendstunden verschoben wird. Die Speicherquote gilt deshalb als Indikator dafür, wie stark der Ausbau vor Ort auf Eigenversorgung statt auf Volleinspeisung ausgerichtet ist. Bundesweit liegt sie bei rund 40 Prozent und steigt seit Jahren, weil die Preise für Lithium-Eisenphosphat-Speicher deutlich gefallen sind.

Wie viel neuer Solarzubau gab es in Ilmtal-Weinstraße?

In den letzten 12 Monaten wurden in Ilmtal-Weinstraße 1,6 MW neue PV-Leistung in Betrieb genommen. Das sind 87 neue Anlagen. Je Einwohner sind das 264 Watt in zwölf Monaten, etwas mehr als der Bundesdurchschnitt und mehr als Thüringen insgesamt. Gemessen am Gesamtbestand entspricht das einem Zuwachs von 14 Prozent – rund 14 Prozent der heute installierten Leistung ist also jünger als ein Jahr. Der Zwölf-Monats-Zeitraum gleicht die starke Saisonalität des Zubaus aus: Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, ein Vergleich einzelner Monate wäre daher irreführend. Zu beachten ist der Meldeverzug im Marktstammdatenregister – die jüngsten Wochen sind erfahrungsgemäß noch nicht vollständig erfasst.

Welche Anlagengröße ist in Ilmtal-Weinstraße üblich?

Eine typische Dachanlage in Ilmtal-Weinstraße hat 9,8 kWp; das ist der Durchschnitt der 379 Anlagen im Heimsegment zwischen 2 und 30 kWp, die 67 % aller Anlagen im Ort ausmachen. In einer Kleinstadt wie Ilmtal-Weinstraße stehen dahinter überwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser, ergänzt um Gewerbehallen am Ortsrand. Gewerbeanlagen über 30 kWp kommen auf 59 % der Leistung; für Betriebe sind Anlagen im Bereich von 50 bis 300 kWp hier üblich. Für die eigene Planung zählt weniger der Ortsdurchschnitt als die nutzbare Dachfläche: Pro kWp werden rund fünf Quadratmeter Modulfläche benötigt, ein Einfamilienhaus mit 40 bis 60 Quadratmetern geeigneter Fläche kommt so auf 8 bis 12 kWp. Dazu kommen 163 Balkonkraftwerke bis 2 kWp, die in der Statistik als eigene Klasse geführt werden.

Zu welchem Landkreis und Bundesland gehört Ilmtal-Weinstraße?

Ilmtal-Weinstraße liegt im Landkreis Weimarer Land im Bundesland Thüringen. Im Landkreis Weimarer Land gibt es insgesamt 23 Gemeinden – auf der Landkreis-Seite finden Sie das vollständige Ranking. Die Zuordnung folgt dem amtlichen Gemeindeschlüssel des Statistischen Bundesamtes, nach dem auch die Anlagen im Marktstammdatenregister verortet werden. Das ist der Grund, warum sich die Zahlen einer Gemeinde sauber zu Landkreis-, Bundesland- und Bundeswerten aufsummieren lassen: Jede Anlage ist genau einer Gemeinde zugeordnet, und jede Gemeinde genau einem Kreis. Andere Portale rechnen nach Postleitzahl; eine PLZ umfasst oft mehrere Gemeinden, weshalb dort höhere Zahlen stehen können.

Welche Anlagengrößen dominieren den PV-Zubau in Ilmtal-Weinstraße?

In Ilmtal-Weinstraße entfällt der größte Teil des Zubaus auf das Freifläche-Segment mit 1 neuen Anlagen und 949 kW Leistung in den letzten 12 Monaten. Auf Platz zwei folgt das Heimsegment-Segment mit 42 Anlagen. Die Einteilung folgt der installierten Leistung je Anlage: Steckersolargeräte bis 800 Watt, Hausdachanlagen bis 30 Kilowatt, gewerbliche Dachanlagen darüber, dazu Freiflächenanlagen als eigene Kategorie. Anlagenzahl und Leistung erzählen dabei regelmäßig verschiedene Geschichten — zahlenmäßig dominieren fast überall die kleinen Systeme, bei der Leistung dagegen die großen. Wer den Ausbau einer Region einschätzen will, sollte deshalb beide Größen nebeneinanderlegen. Alle Werte beziehen sich auf ein rollierendes Zwölf-Monats-Fenster und stammen aus dem Marktstammdatenregister der Bundesnetzagentur.

Wie viele Balkonkraftwerke gibt es in Ilmtal-Weinstraße?

In Ilmtal-Weinstraße wurden in den letzten 12 Monaten 41 Balkonkraftwerke registriert (60 kW). Das sind +35 % gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl erfasst ausschließlich gemeldete Geräte. Wie viele unregistriert in Betrieb sind, lässt sich aus dem Register naturgemäß nicht ablesen — Schätzungen dazu stammen aus Absatzzahlen des Handels und gehen deutlich auseinander. Seit dem 1. April 2024 ist die Anmeldung deutlich einfacher: Es genügt ein reduzierter Datensatz im Marktstammdatenregister, die frühere zusätzliche Meldung beim Netzbetreiber entfällt. Meldepflichtig bleibt ein Steckersolargerät trotzdem, auch wenn der erzeugte Strom vollständig im eigenen Haushalt verbraucht wird und keine Vergütung fließt.

Gibt es Freiflächenanlagen in Ilmtal-Weinstraße?

In Ilmtal-Weinstraße wurden in den letzten 12 Monaten 1 Freiflächenanlagen zugebaut (949 kW). Freiflächenanlagen sind zahlenmäßig eine kleine Minderheit, tragen aber einen erheblichen Teil der installierten Leistung — eine einzelne Anlage erreicht die Leistung von hunderten Hausdächern. Für kleine Gemeinden hat das eine wichtige Folge: Eine einzige Freiflächenanlage kann die Kennzahl Leistung pro Kopf vervielfachen, ohne dass auf den Dächern vor Ort mehr passiert wäre. Wo dieser Wert auffällig hoch liegt, lohnt deshalb ein Blick auf die durchschnittliche Anlagengröße, bevor man auf besonders aktive Hauseigentümer schließt.

Wie entwickelt sich der Solar-Zubau in Ilmtal-Weinstraße?

In Ilmtal-Weinstraße wurden in den letzten 12 Monaten 87 neue Solaranlagen mit insgesamt 1,6 MW Leistung in Betrieb genommen. Der Zwölf-Monats-Zeitraum ist bewusst gewählt: Der Zubau verläuft ausgeprägt saisonal, Neuanmeldungen häufen sich im Frühjahr und Spätsommer, während die Wintermonate deutlich schwächer ausfallen. Ein Vergleich einzelner Monate führt deshalb regelmäßig zu Fehlschlüssen. Zu beachten ist außerdem der Meldeverzug im Marktstammdatenregister: Zwischen Inbetriebnahme und Eintrag vergehen oft Wochen, weshalb die jüngsten Zahlen noch nachwachsen. Ein scheinbarer Einbruch am aktuellen Rand ist häufig kein Markteinbruch, sondern eine Erfassungslücke, die sich in den Folgemonaten schließt.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-10-27 · Methodik & Quellen

Stimmt hier eine Zahl nicht? Fehler melden — die Mail ist bereits mit Seite und Datenstand vorbereitet.