Repowering
Repowering bezeichnet den Austausch alter PV-Module oder ganzer Anlagen gegen leistungsstärkere Technik. Besonders relevant für Anlagen, deren 20-jährige EEG-Vergütung ausläuft — die sogenannten Post-EEG-Anlagen.
Was ist Repowering?
Repowering bedeutet, alte Solarmodule durch moderne, leistungsstärkere Module zu ersetzen. Der Begriff stammt aus der Windkraft und wird zunehmend auch für PV-Anlagen verwendet, deren EEG-Vergütung nach 20 Jahren ausläuft.
Post-EEG-Anlagen
Seit 2021 erreichen die ersten PV-Anlagen das Ende ihrer 20-jährigen EEG-Vergütung. Diese “Ü20-Anlagen” können weiter betrieben werden, erhalten aber nicht mehr die ursprüngliche hohe Vergütung.
Optionen nach EEG-Ende
| Option | Vergütung/Erlös | Aufwand |
|---|---|---|
| Weiterbetrieb + Direktvermarktung | 3–7 ct/kWh (Börsenwert) | Gering |
| Eigenverbrauch + Speicher nachrüsten | 25–35 ct/kWh (gespart) | Mittel |
| Repowering (neue Module + neue EEG-Vergütung) | 7–10 ct/kWh (neu) | Hoch |
| Vollständiger Rückbau | — | Kosten für Entsorgung |
Wann lohnt sich Repowering?
- Module >20 Jahre alt: Leistung auf 75–85 % degradiert, neue Module liefern 2–3× mehr pro m²
- Wechselrichter defekt: Austausch sinnvoll im Gesamtpaket
- Dachsanierung anstehend: Module müssen ohnehin abmontiert werden
- Eigenverbrauch gewünscht: Alte Anlage war reine Volleinspeisung, jetzt Eigenverbrauch wirtschaftlicher
Leistungssprung
| Parameter | Anlage 2005 | Anlage 2026 |
|---|---|---|
| Modulleistung | 150–180 Wp | 460–480 Wp |
| Wirkungsgrad | 13–15 % | 21–23 % |
| Leistung pro m² | 130–150 W | 210–230 W |
| Wechselrichter-Effizienz | 93–95 % | 97–99 % |