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Jahresrückblick Abgeschlossen

Solarzubau Deutschland 2022: 7,2 GW

Energiekrise als Turbo – Osterpaket beschlossen

Photovoltaik-Ausbau in Deutschland 2022 – Energiekrise als Turbo – Osterpaket beschlossen

Zubau 2022

7,2 GW

Veränderung

+36 % ggü. 2021

Leistung Ende 2022

67,6 GW

Anlagen gesamt

2.662.000

Speicherquote

21 %

Highlights 2022

  • Ukraine-Krieg löst Energiekrise aus – PV-Nachfrage explodiert
  • Osterpaket: 215 GW bis 2030, Einspeisevergütung fast verdoppelt
  • EEG-Umlage abgeschafft, 0 % MwSt beschlossen (ab 2023)

Russlands Angriff auf die Ukraine am 24. Februar 2022 veränderte den deutschen Energiemarkt grundlegend. Explodierende Gas- und Strompreise machten den PV-Eigenverbrauch so wirtschaftlich wie nie zuvor. Wirtschaftsminister Habeck sprach von 'Freiheitsenergie' – und die Bürger folgten: Der Solarzubau sprang auf 7,2 GW, ein Plus von 36 % gegenüber dem Vorjahr.

Politisch war 2022 ein Meilenstein. Das im Juli verabschiedete Osterpaket verankerte erneuerbare Energien als 'überragendes öffentliches Interesse' und hob das Ausbauziel auf 215 GW Solar bis 2030. Die Einspeisevergütung für Volleinspeisung wurde auf 13 Cent pro Kilowattstunde fast verdoppelt, die EEG-Umlage zum 1. Juli abgeschafft. Zum Jahresende beschloss der Bundestag den Nullsteuersatz auf PV-Anlagen ab 2023.

Der Boom hatte aber auch Schattenseiten: Installateure waren bis zu sechs Monate ausgebucht, Module blieben durch Lieferkettenprobleme teuer. Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen führten als erste Bundesländer Solarpflichten für Nichtwohngebäude ein.

Die Speicherquote verdoppelte sich auf 21 % – jede fünfte neue PV-Anlage wurde mit einem Batteriespeicher kombiniert. Deutschland hatte über 2,5 Millionen Solaranlagen in Betrieb. Das Osterpaket und die 0-%-MwSt ließen für 2023 eine noch stärkere Beschleunigung erwarten.

Leistungsentwicklung 2022

Installierte Leistung (MW)

Speicherquote (%)

Top 3 Bundesländer 2022

🥈
Bayern Score 56
🥇
Brandenburg Score 84

Bundesländer-Ranking 2022

# Bundesland Solar Score Leistung
1 Brandenburg 84 5.637 MW
2 Bayern 56 18.624 MW
3 Mecklenburg-Vorpommern 53 3.366 MW
4 Sachsen-Anhalt 46 3.697 MW
5 Saarland 40 706 MW
6 Baden-Württemberg 35 8.268 MW
7 Schleswig-Holstein 30 2.385 MW
8 Nordrhein-Westfalen 29 7.602 MW
9 Thüringen 29 2.176 MW
10 Berlin 28 191 MW
11 Rheinland-Pfalz 28 3.153 MW
12 Sachsen 28 2.869 MW
13 Niedersachsen 25 5.676 MW
14 Hessen 19 3.059 MW
15 Bremen 15 67 MW
16 Hamburg 14 80 MW

Weitere Jahresrückblicke

Häufige Fragen

Wie viel Photovoltaik wurde 2022 in Deutschland zugebaut?
Im Jahr 2022 wurden in Deutschland ca. 7,2 GW neue Photovoltaik-Leistung installiert (+36 % ggü. 2021 gegenüber dem Vorjahr). Die installierte Gesamtleistung stieg auf 67,6 GW.
Welches Bundesland hatte 2022 den meisten Solarzubau?
Brandenburg führte 2022 das Bundesländer-Ranking mit einem Solar Score von 84 an, gefolgt von Bayern und Mecklenburg-Vorpommern.
Was waren die wichtigsten Treiber für den Solarzubau 2022?
Die wichtigsten Treiber 2022: Ukraine-Krieg löst Energiekrise aus – PV-Nachfrage explodiert. Osterpaket: 215 GW bis 2030, Einspeisevergütung fast verdoppelt. EEG-Umlage abgeschafft, 0 % MwSt beschlossen (ab 2023). Mehr Details finden Sie in unserem Jahresrückblick oben.

Datenquellen: Marktstammdatenregister (Bundesnetzagentur) · Bevölkerung: Destatis · Stand: 2026-03-08 · Methodik & Quellen